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Der Jammel in Nahaufnahme

Heute war ein Tag der Aufdeckungen: Pfusch, Pfusch, Pfusch! Richtiger Nepp! Und das gleich im Doppelpack! Und die Konsequenzen schon böse sichtbar! Herr Weiß demontierte heute die fehlerhafte Gaube im Badezimmer, dabei quoll ein warmer, stinkiger Luftschwall aus der Öffnung, kein gutes Zeichen. Darunter hatte sich durch eine fehlerhaft gezogene Dampfbahn (halt nen Loch drin) eine Menge Feuchtigkeit in dem Kasten gesammelt und schon ziemlich das Holz angegriffen, war schon ganz grüngeschimmelt – raus damit! – bis Donnerstag muss der Bereich nun ablüften und dann neu erstellt werden.

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Schimmelgucklöcher im Treppenhaus

Der Keim des Zweifels war nun gesät: wie sieht es in den anderen drei Gauben aus? Im Beisein des Bauleiters baten wir Herrn Weiß, auch diese zu öffnen, das heißt zwar, dass diese wieder geflickt und neu gestrichen werden müssen, aber wir wollten schon die Gewissheit haben, dass hinter der Rigipswand sich in den nächsten Monaten und Jahren nicht das pure Grauen in Form von Schimmelpilzen breit macht. Und voila: in zwei von drei Gauben waren tatsächlich ein paar Stockflecken am Holz zu sehen, durch die frühe Einrigipsung und die Estrichfeuchtigkeit entstanden. Allerdings sehr kleinflächig, hier müssen jeweils nur 1-2 Latten ausgetauscht werden und dann werden die Kästen wieder geschlossen. (Natürlich auf Kosten von ECO) Ärgerlich, aber das bremst den zu erwartenden Fortschritt voraussichtlich nicht. Aber gut, dass wir es jetzt und nicht Jahre später bemerkt haben.

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Auf dem Betonstreifen (Fenstersturz von oben) sollte eigentlich Dämmung liegen!

Aber der Murks war noch nicht zu Ende: während Herr Weiß & Co. die OSB-Platten auf dem Dachboden befestigten, sah sich Herr Plangemann die Dämmung auf den im Dezember ausgebesserten Stürzen an. Damit war er ziemlich schnell fertig, da es dort keine Dämmung gab. Da schwillt mir echt der Hals: wir hatten sowohl Bauleiter (Riedlern und Thomsen) und Maurern auf Anraten von Herrn Plangemann mehrfach gesagt, wie wichtig die Dämmung an dieser sensiblen Stelle ist, da sich ohne diese das auf dem Dachboden entstehende Kondenswasser genau in die Mauer niederschlägt – das sieht man auch prima in den Zimmern – genau diese Stellen haben wir wegen Feuchtigkeit nicht tapezieren können, das Wasser geht auch ohne Dämmung nie wirklich weg! Aargh! Und?

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Seit langem war der Dachboden wieder betretbar und wurde gut gelüftet.

Allen Warnungen zum Trotz wurde es dann nicht gemacht und jetzt ham wir den Salat. Zum Glück gab es noch keine Stockflecken an den Wänden. Die Ursache lässt sich schnell beheben, Maurer Sacik bekam von Herrn Armbröster unmittelbar den Auftrag zur Nachbesserung. Die Holzkonstruktion auf dem Dachboden hatte zum Glück keinerlei Schäden durch die Feuchtigkeit genommen.

Die auf heute bestellten Fliesen kamen übrigens nicht.

Ansonsten gingen wir die Liste der kleineren Mängel nochmals durch, so langsam wird es Zeit für den ganzen Kleinkram.

Im Folgenden bekamen wir die neuen Termine mitgeteilt, diese wären (gepaart mit unseren eigenen):

  • am Do., 7.3. kommen die Fuger wieder und: die Fliesenleger, sie wollen richtig Mottek machen und am Samstag, dem 10.3. mit allem fertig sein. Außerdem kommt der Kabelanschluss.
  • am Sa./So. 9./10. ist unser Streichwochenende: alle Räume 2x anpinseln! Müssen wir sehen, dass wir nicht mit den Fliesis kollidieren.
  • am Mo., 11.3. kommen Küche und Teppich. Die Teppichleute können zum Glück auch ohne Treppe verlegen…
  • ab Do., 14.3. könnte der Kamin kommen.
  • am Fr., 15.3. werden die Innentüren eingebaut
  • die Treppe am Mo. 18./Di. 19. 3
  • und am Mi., 20.3. soll die Hausübergabe stattfinden.
  • Einzug wäre dann am Wochenende 22.-24.3 und der Spuk hat ein Ende. Oder fängt erst richtig an, wie man’s nimmt.
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der kleine Haufen

Am späteren Nachmittag wurde es dann angenehmer, da habe ich im Schlammgarten mit Gummistiefeln zuerst die verstreuten Steine gesichert, danach den lädierten Feuerbrunnen abgetragen und umgeschichtet und danach im Erdhaufen den verschütteten Teil des “Brunnens” ausgegraben – was für eine Scheißplackerei, die mit Wasser vollgesogenen Riesenbrocken aus dem schmatzenden Schlamm zu ziehen, da habe ich echt um jeden Stein mit Spaten undn Brechstange gekämpft. Alle habe ich sie nicht bekommen, aber die Menge an Material für die Mauer vor dem Haus kann sich nun schon sehen lassen!

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der große Haufen

 

Fa. Sendermann war heute nicht mehr da, sie kommen am nächsten Dienstag wieder. Ansonsten? Die Elektrik ist immer noch halb fertig, der Bau noch offen, das Winterwetter lässt zum Glück auf sich warten – aber wie lange noch?

Wir wissen nicht genau , wie es weiter geht, wann die Handwerker zum Einbau der Türen und Fenster kommen, diese wurden schon am Dienstag geliefert und stehen seitdem dekorativ ans Haus gelehnt, herum. Geschweige denn wissen wir die Folgedaten – wir haben ja immer noch keinen aktualisierten Bauzeitenplan erhalten, um den wir den Bauleiter schon mehrfach gebeten hatten…unsere Baufirma meldet sich immer noch nicht, in der folgenden Woche müssen wir unsere Mietwohnung kündigen, wissen aber nicht, ob ECO es fertigbringt, den Bau bis zum Ablauf der Frist zu beenden, so dass wir einziehen können und die Mietwohnung ohne größere Hektik zu renovieren, die Nerven liegen blank.

Gegen vier Uhr nachmittags ruft der Bauleiter endlich an, hat aber noch nichts wirklich konkretes zu allen Punkten anzubieten – weder zur “Giebelproblematik” noch zu anderen Dingen, dabei wurde es schnell sehr hitzig auf beiden Seiten, unsere Email vom letzten Sonntag (heute ist Freitag!!!) hatte er nicht gelesen, er sei ja Außendienstler und kein Schreibtischtäter – da schwillen die Halsschlagadern mal schnell auf Bockwurstgröße an. Er kümmere sich um die Lösung des Problems, ja, telefoniert viel (nur nicht mit uns) und der Hammer war dann  noch, dass wir von den Sendermännern erfahren hatten, dass der Bauleiter vorgestern auf der Baustelle war – dies uns aber nicht mitgeteilt hatte, da er zu sehr unter Zeitdruck stand, um mit Kunden reden zu können. Dies ist gerade in unser unsicheren Situation absolut unverständlich, klar hat der gute Mann seit der Übernahme der Riedler-Baustellen viel zu tun, aber so eine dreiste Ignoranz von uns Firmenkunden ist echt die Höhe. Tja. Und dann hatten wir alle erst einmal ein dringend benötigtes Wochenende zum Runterkommen. So macht Bauen keinen Spaß.

 

Heute morgen habe ich den Maurern routinemäßig einen Besuch abgestattet, um mal zu sehen, ob schon was von der Bordüre zu sehen war. Gegen halb 10 noch nicht, sie muckelten so vor sich hin. Den Murreweynstein wollten sie auch noch nicht haben, morgen auch noch nicht. (“Du bringe Monntack”) Ich erfuhr, dass sie dann heute auch gedachten, gegen 13 Uhr Feierabend zu machen. Anruf beim Maurer-Chef: “Wieso 13 Uhr? Die könnten doch auch mal den ganzen Tag arbeiten, so langsam wie sie gerade vorankommen.” – “Nee, nee, der eine Maurer baut sich gerade selbst ein Haus und da müssen die Kollegen halt helfen”.  Sehr sozial und kumpelhaft – hätten wir gerade einen Bauleiter parat, könnte ich dem das ja mal petzen berichten. Aber der alte ist krank und der neue hat sich immer noch nicht gemeldet, langsam wird es mal wieder zu bunt.

Von daher: Punkt 15 Uhr in der ECO-Zentrale anrufen, mit forschem Ton jemanden von der Geschäftsleitung fordern, BINGO! Tatsächlich bekomme ich jemanden an die Strippe, dem ich die Gesamtproblematik schildern kann, ich habe sogar das Gefühl, hier auf offene Ohren zu stoßen. Zum einen fand er meine Klage über die phlegmatischen Klinkerer recht interessant, zum anderen erfuhr ich an dieser Stelle auch, dass unserem alten Bauleiter gekündigt wurde – hm. Weg ist er, besonders überrascht bin ich nicht, denn sehr zuverlässig nahm er seine Aufgaben in letzter Zeit (bzw. im Allgemeinen) nicht wahr. Und mir wurde weiterhin versichert, dass die Geschäftsleitung schnellstmöglich den Kontakt zum Nachfolger herstellen werde.

Tatsächlich: prompt klingelte eine halbe Stunde später das Telefon und der neue Bauleiter Herr Thomsen war dran. Puh. Er hatte aufgrund der Übernahme diverser Projekte bisher noch keine Zeit, sich in unser Projekt einzuarbeiten, wollte aber erst einmal die wichtigsten Eckdaten und Probleme hören, morgen oder am nächsten Mittwoch ist dann das erste Treffen samt Krisengespräch anberaumt worden. Bin mal gespannt, was jetzt alles besser wird, viel kriechender als in den letzten zwei Wochen kann es kaum werden. Und bis zur Eiszeit ist es nicht mehr lange hin.

Theorie (vorne) und Praxis (hinten)

Am Abend wollten wir dann nach diesem ganzen Tohuwabohu noch was Schönes sehen, neugierig pilgerten wir zur Baustelle und sahen…ZIERMAUERWERK! Doch die anfängliche Freude löste sich recht schnell in Ärger auf, da die Ausführung mächtig zu wünschen übrig ließ: die Ziersteine im Band waren seltsam schräg und nicht etwa im 45° Winkel zueinander gerichtet, außerdem gab es erhebliche Unterschiede, was die Mauertiefe anging (pendelte zwischen 4 und 8 cm), das sah ziemlich unregelmäßig aus. Wir haben dann noch mal unsere Vorstellung davorgestapelt (die wir auch nur 3x mit den Maurern besprochen hatten, auch der Begriff “Fümmenfierzichgrad” war hierbei mehrfach gefallen – morgen bringe ich ein Geodreieck mit. Daheim gleich die bebilderte Beschwerdemail an Sacik formuliert, mit der Forderung des Abbruches der letzten vier Reihen und Neuerstellung wie besprochen. Und morgen früh gleich mal auffe Baustelle aufkreuzen.

Allmählich, nach eineindrittel Jahren, gelange ich zu der Erkenntnis, dass das Schreiben dieses Blogs durchaus etwas Therapeutisches hat: ich setze mich in letzter Zeit oft abends mit einem dicken Hals und bockwurstförmigen Halsschlagadern zum Hasspredigen Schreiben hin, will dabei nur rasch ein paar knappe, zornige Sätze in die Tasten hacken um meinem Ärger Luft zu machen und die erlebten Absurditäten der Nachwelt zu erhalten. Doch dann schreibe ich schlussendlich viel mehr als geplant und fühle mich am Ende eines Artikels viel besser als zuvor.  Aaah,  Amen.

 

Es ist mal wieder tagelang nichts passiert. Die Maurer ließen sich in der letzten Woche nur sporadisch blicken, besserten die bereits beschriebenen Dinge aus, die Klinker ließen sie aber links liegen. Blöd, wenn man bedenkt, dass in der letzten Woche einige Tage recht schönwetterig waren, diese aber im Moment immer seltener werden – von der Klinkerei hängt im Moment die Aufnahme aller anderen Arbeiten ab und es klemmt, das nervt.

Vor allem, weil unsere Baustelle heute ebenfalls wieder schön leer und aufgeräumt war. Anruf beim Bauleiter…er: “Ich werde die mal herschicken” – Pustekuchen. Ich hoffe wirklich, dass die Kolonne morgen aufkreuzt, denn so langsam sehe ich die herbstliche Schlechtwetterphase des Jahres heranrücken und das bedeutet dann evtl. Spirenzchen wie “Bautrocknung” wenn der Estrich kommt. Und wer zahlt? Erraten – wir. Grmbl.

Inzwischen sind aber die aktualisierten Statikunterlagen als dicker Wälzer bei uns postalisch eingetroffen, diese haben wir gleich an unseren Gutachter weitergeleitet. Wenn er sein “OK” gibt, zahlen wir auch die aktuelle Rate.

Montag

In dieser Woche wird mit den Klinkern an der Westwand begonnen, die drei Reihen an der Ostwand wurden am Montag wieder entfernt – irgendwas stimmte damit nicht. Genaueres hierzu ist uns nicht bekannt.

In den zwei Tagen ist die Wand schon ordentlich hoch verblendet worden, die Rollschichten in den Fenstern sind noch nicht drin, kommen später.

Laut Fa. Sacik wird erstmal fleißig weitergeklinkert, so lange das Wetter gut ist, das heißt aber auch, dass die Innenwände oben noch nicht gemauert werden und wir den Termin mit dem Elektriker vorerst auf unbekannt verschieben müssen – wo keine Wände stehen, macht es wenig Sinn, Steckdosen und Lichtschalter zu planen.

Dienstag

Die Verschiebung heißt allerdings auch, dass die vorhandenen Mängel noch nicht beseitigt werden, unser Gutachter Herr Plangemann wies uns vorgestern abend im Gespräch darauf hin, dass einige davon so schnell wie möglich behoben werden müssen, da sie sonst von Trockenbau & Co. verdeckt werden und dann nicht mehr einsehbar bzw. zu beheben sind!

Dies rief uns gestern auf den Plan, eine zweite Beschwerde an ECO zu formulieren, der Brief ging heute raus. Darin sind im Wesentlichen folgende Punkte angegeben:

  • Die schräge Wand im Erdgeschoss muss neu gemauert werden, mit dickeren Steinen. Hier handelt es sich um einen statischen Problembereich. Hierzu warten wir schon seit Wochen auf eine Unbedenklichkeitsbescheinigung seitens ECOs Statikern.
  • Ebenso lange warten wir schon auf einen Wärmeschutznachweis der Firma…
  • Auch die ungeschickt, weil viel zu groß ausgeschlagene Öffnung für die Lüftungsklappe im Schornstein zum Flur hin muss geflickt werden.
  • Im Obergeschoss sind die Fensterstürze mit mangelhaftem Material ausgeführt worden und müssen ausgetauscht werden.
  • Im Bereich der Windböcke (Dachstuhl) sind Winkel fehlerhaft eingebaut worden, bzw. anders als im Statikplan. Hierzu brauchen wir eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Statiker von ECO.
  • Der Baustrom auf der Baustelle ist mangelhaft (bzw. gar nicht) gesichert, spielende Kinder könnten hier ziemlich viel Spaß haben (bzw. auch nicht).

Bis diese Punkte nicht behoben sind, zahlen wir die aktuell fällige Rate nicht. Einige dieser Punkte sind unserem Bauleiter seit Wochen bekannt, er sagte auch schon mehrfach zu, sich zu kümmern, aber bisher ist wenig passiert. Ich hoffe, dass unser Schreiben die Klärung der Vorgänge beschleunigt.

Am Ende eines gewittrigen Wochenendes schauten wir am Sonntagabend mal auf Murreland vorbei, um uns den letzten Stand des Chatotentums vom Freitag mal zu geben. Der Eintritt fiel leicht, denn die Baustelle wurde durch die Arbeiter nicht wieder ordnungsgemäß mit Flatterband abgesperrt, tsts.

 

Toll: wir haben eine Vogeltränke im Fundament!

Hier fielen uns dann auch gleich wieder einige Merkwürdigkeiten auf, z.B. ein zwei Zoll hohes Pfützchen, welches sich durch einen Einbruch im Fundament gebildet hat. Nun haben aussterbende Vogelarten auch die Möglichkeit, sich bei uns frisch zu machen. Sollten wir uns deshalb Sorgen machen? Das kann unser Fachmann uns gleich morgen früh erklären, wir sind gespannt.

Gerade geht anders!

Weiterhin fielen uns die seltsam platzierten Rohe auf, die hier und da aus dem Erdboden guckten – zum Glück noch nicht mit Beton fixiert. Frau O. griff flugs zur Wasserwaage und maß nach: weder haben wir ein Hanggrundstück noch ist gerade Springflut in der WaWa…das Rohr ist einfach total verkorkst. Und again: “zu Hülf!”

Wohin willst du mal fließen?

Auch an anderer Stelle sahen wir interessante Konstellationen von Konstruktionen, hier links ein Rohr, welches sich anscheinend an der Beringstraße oder an den Venusringen orientiert, nicht aber an RECHTEN WINKELN. Hätten die Arbeiter mal ein Geodreieck dabei gehabt, wäre das sicher nicht passiert.

Es gibt ja so Tage…heute war einer. Und zwar der letzte Tag der von ECO festgesetzen Frist für die Baufirma “Theodor Bergmann Bauhilfsdienstleistungen” aus Gehrden, welche von uns bisher schon als arg unzuverlässig eingestuft wurde (da seit zwei Wochen nicht erschienen). Wäre heute keiner gekommen, wäre die Firma mit Strafzahlung rausgeflogen und eine andere hätte nächste Woche dann den Job bekommen. Nach kurzer Zeit auf der Baustelle wünschte ich mir, dass es so geschehen wäre. Es war nämlich jemand da.

Es ging damit los, dass ich eigentlich nur gekommen bin, um das Gartenhaus zu streichen, nach den letzten zwei Wochen Ruhe auf unserer “Baustelle” (ich komme in letzter Zeit gar nicht umhin, dieses Wort nicht in Anführungszeichen zu benutzen) kam ich um die Ecke, sehe einen Betonmischer sowie Herrn Wloszik von der Stadtentwässerungsbehörde, der einigermaßen konsterniert war, weil er heute noch unbedingt kommen sollte, um Schmutzwasserleitungen unseres Hauses abzunehmen, die Dinger lagen aber nur irgendwie schief zusammengesteckt auf dem Erdboden rum (Bild oben), so geht das nicht, er kommt am Montag wieder, wenn die Rohre ausgemessen und verankert sind.

Dann sah ich die Arbeiter mit Holzpflöcken (Teile unseres Schnurgerüsts) in den frisch mit Zement gefüllten Fundamentgräben herumrührten – wieso nicht mit richtigen Werkzeugen? Z.B. Schaufeln? Weil keine da waren. Und sonst auch nichts an Ausrüstung und Zubehör da war. NICHTS. Der radebrechende Vorarbeiter teilte mir recht unverständlich mit, dass er und seine Arbeiter von Bergmann kurzfristig gestern abend eingekauft worden wären, mit dem Versprechen, “morgen früh um 7 ist alles Material auf der Baustelle” – von wegen. Noch nicht einmal Schaufeln hatten sie, da musste ich den Herren erst mal eine meiner neuen Plattschaufeln leihen. Apropos “leihen” – die Arbeiter hatten sich auch ungefragt bei uns und dem Nachbarn bedient: die Schnur, mit welcher Herr H. von nebenan seine Grundstücksgrenze zwischen uns und ihm gezogen hatte, wurde dann mal eben als neues Schnurgerüst zweckentfremdet und unser Grünmüllbehälter diente als Getränkekühler – einfach nur dreist. Das Baumaterial ist in den letzten Tagen Stück für Stück angeliefert worden, der Laster mit den Steinen kam heute auch schon mal vorbei, konnte die Dinger aber nirgends abstellen, er kommt dann am Dienstag wieder.

Der nächste Hammer ließ nicht lang auf sich warten: die kurze Anfrage des Vorarbeiters, wie herum der Bauplan denn nun zu halten wäre (“wohin muss Eingang?”) ist schon etwas gruselig, wenn das Gegenüber bei der Frage nicht schelmisch grinst, sondern eher etwas hilflos drein blickt. Sowas passiert doch sonst nur anderen Leuten, hiiiilfe, das wird unser Haus, hier müssen wir noch Jahrzehnte drin wohnen. Also erst mal Starthilfe gegeben und den Bauleiter angerufen, berichten, was hier abgeht, gebeten, so schnell wie möglich dieses Chaos hier geradezurückeln – kannjawohlnichwahrsein.

Beim Verlegen der Abwasserrohre kam interessanterweise kein Zollstock oder Maßband zum Einsatz, das ganze wurde anscheinend nach Augenmaß und “Pi mal Daumen” zusammengedengelt und in das Styropor eingelegt, mit welchem die Maurer dann den Boden abdeckten – ich bin ja Laie, aber muss da nicht irgendein Gefälle rein? Woher wissen die so genau, wo die Dinger hinkommen, wenn sie kein einziges Mal irgendwas messen? Ach ja, ich vergaß: die Maurer haben kein Werkzeug bekommen, das können sie ja gar nicht anders machen. In diesem Moment hielt ich nach der versteckten Kamera Ausschau. Gab keine, ist wohl alles echt. Echt gruselig.

Herr Riedler war schnell zur Stelle, Lage gepeilt und ebenfalls etwas von den unmöglichen Zuständen geschockt. Fazit: erster Baustopp am ersten Tag, da anscheinend kein Fachpersonal zur Stelle ist, durften sich die anwesenden Arbeiter noch mit den anstehenden, auch für ungeschultes Personal zu bewerkstelligenden, Aufgaben herumschlagen, danach ist aber erstmal Feierabend. Ab Montag hat ständig ein Polier der Firma anwesend zu sein, wenn die Rohre nicht exakt dem entsprechen, was ECO verbauen soll, fliegen die Stümper endlich raus und es übernimmt eine hoffentlich fähige Firma den Laden – ich hoffe, das wird schnellstens passieren, denn was heute alles abging, passt echt auf keine Kuhhaut.

Wenn mir jemand anders das Ganze erzählt hätte, würde ich ihm nur die Hälfte glauben, das klingt einfach in dieser Masse an geschehenem Bullshit zu absurd.

Frechheit: auch heute sind die Maurer nicht aufgekreuzt, kein Fundament. Sogleich vor Ort den Bauleiter angerufen und gemeckert, mal wieder: “Ich kümmer mich drum”. Also: abwarten. Bauherr sein macht im Moment keinen Spaß.

Wenn ich da mal an den rechten Bildrand dieses Blogs schaue, wird das Tag “Meckern” immer größer. Das liegt daran, dass es häufig verwendet wird. Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis es alle anderen überschattet. Wenn das so weiter geht wie in den letzten zwei Wochen, wird es nicht mehr lange dauern.

Heute morgen um 9:15 war wieder keiner auf der Baustelle, die Fundamentarbeiten liegen immer noch brach. Also wieder mal beim Bauleiter angerufen und Lage geschildert, so langsam nervt es wirklich. Herr Riedler merkte an, dass der Maurer wohl schon einmal Probleme gemacht hätte und dass er sich nun nach einer anderen Firma umsehen werde, die dann schnellstmöglich unser Fundament und die Sohlplatte gießen werde, so langsam kommt endlich auch mal Fa. ECO in Zugzwang, da die Frist der Bauzeitgarantie seit gestern läuft und der Dachstuhl nach wie vor in der zweiten Augustwoche aufgesetzt werden muss. Wenn das klappen soll, müssen die Herrschaften demnächst Nachtschichten einschieben, so wie es jetzt läuft, ist es alles andere als verlässlich und zufriedenstellend. Weiterempfehlen können wir nach dem bisher Erlebten nämlich NICHTS.

Es gibt Grund zum Ärgern, eine Menge davon. Bisher haben wir uns als geduldige und ruhige Bauherren erwiesen, die erst mal vorsichtig nachfragen, wann denn was passiert. Leider haben wir gemerkt, dass man mit dieser Tour bei ECO & Co. anscheinend nicht weit kommt, nun ist der Bauantrag bereits seit 10 Wochen (!) genehmigt und es ist immer noch nichts passiert.

Kopfrechnen: das sind mehr als zwei Monate Miete, die wir mehr zahlen müssen. Letzte Woche also mal wieder beim Bauleiter angerufen, unsere drängende Nachfrage, wann es denn endlich losgeht, wurde mit einem etwas unklaren “nächste Woche, Donnerstag oder Freitag” beantwortet. Hm. Auch nicht das Wahre, dass man solche Termine nur auf Anfrage mitgeteilt bekommt, ich erwarte eigentlich, rechtzeitig über so etwas informiert zu werden. Aber einen äußerst spärlichen Informationsfluss sind wir von unserer Baufirma leider gewohnt. Die weiteren Infos waren dann aber erfreulich: “Die Maurer kommen dann gleich in der nächsten Woche und gießen die Bodenplatte, das muss jetzt alles flott gehen, denn für den 8. August ist der Dachstuhl bestellt – dann muss der drauf!”. So die Info von Hrn. Riedler, das klang jetzt wieder sehr gut, anscheinend geht bald wirklich die Post ab – das ist ja nur noch guter Monat, bis zum Richtfest!!!  Aber auf diese gute Nachricht folgte erst mal eine Enttäuschung.

Dann ist am Donnerstag niemand zum Baggern da gewesen, auf erneute telefonische Anfrage hieß es dann: “ganz sicher am Freitag!”. An diesem Tag voller Vorfreude mit der ganzen Bande am Nachmittag auf dem Grundstück aufgelaufen und: NICHTS. Vögel zwitschern, Gras wächst, Stille. Kein Bagger. Und wir standen auf unserem Acker, mit einer Stinkwut im Bauch – es fand noch nicht einmal irgendeine Art von Absage statt, weder vom Bauleiter der Fa. ECO noch von der Tiefbaufirma Bähre aus Lehrte. Es stellte sich uns an dieser Stelle wirklich die Frage, ob die Wahl unseres Bauträgers eine gute war.

Das ist ja nicht die einzige Sache gewesen, die uns bisher gestört hat (noch bevor es “richtig” losgegangen ist), von daher hier eine Liste der bisher gelaufenen Unzulänglichkeiten unserer Erfahrungen mit ECO System Haus:

  • Zuerst hieß es, ca. 4-6 Wochen nach Bauantraggenehmigung wird mit den Arbeiten begonnen, wie schon gesagt: nun sind es 10!
  • Informationen gibt es nur auf Anfrage, seit Abgabe des Bauantrags gab es keinerlei schriftliche Information, wie und wann es weiter geht. Zwar hatten wir zwischendurch unser Bauanlaufgespräch, aber ansonsten kam nichts konkretes, was z.B. auch für die Anschreiben an die Versorger (Stadtwerke, Strom, Telekom) wichtig wäre.
  • Mehrfach fanden keine Rückrufe statt, die wir erbeten hatten. Besonders häufig geschah dies beim Planungsbüro Treia in der Planungsphase der Grundrisse – hier hatten wir uns schon mächtig aufgeregt und uns bei Frau Heitefuß über den Ablauf beschwert, erst nach ihrem Eingreifen ist endlich mal was passiert.
  • Das Planungsbüro hatte beim Zeichnen der Grundrisse eine wirklich ungünstige Ecke im Wohnzimmer übersehen, die sich eigentlich leicht durch unser Nachfragen eliminieren ließ – dafür durften wir dann aber auch ca. 150 € nachzahlen, da dies der “4. Entwurf” war, der nicht in den Kosten inbegriffen war. Dies war aus unserer Sicht wirklich ärgerlich und auch unnötig. Ein befreundeter Bauzeichner nannte dies eine “Frechheit” und nannte diesen Fauxpas unprofessionell bzw. unästhetisch.
  • Der Entwässerungsantrag wurde völlig vergessen, daran mussten wir als Bauherren zweifach erinnern. Dieser liegt jetzt immer noch auf dem Schreibtisch des Entwässerungsamtes der Stadt Hameln.
  • Insgesamt ist die Vorgehensweise in dieser frühen Phase eher undurchsichtig, ich hätte JETZT schon gerne einen Ablaufplan, in dem ungefähre Termine der jeweiligen Arbeitsschritte stehen, muss ja nicht auf den Tag genau sein, Kalenderwochen würden mir schon reichen.
  • Terminabsprachen wurden schon jetzt nicht eingehalten, was besonders ärgerlich ist, wenn es einfach nicht losgeht. Ein Hausbau ist einfach ein Projekt, in das man große Hoffnungen und auch eine Menge Vertrauen in die ausführende Firma setzt.

Die aktuellen Punkte dieser Liste hielten wir unserem Bauleiter in einem Anruf am Montagmorgen vor, auch die Zweifel an der Kompetenz der Firma schilderten wir ihm. Er zeigte sich betroffen und versprach, sich schnellstens darum zu kümmern.