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Als ich mich heute nach der Schule der Baustelle näherte, war bannig was los: lauter Autos vor der Hütte, daraus erklang emsiges Gebrumm und Handwerker wuselten scharenweise durch die Räume, draußen buddelten Leute mit orangefarbenen Helmen in Löchern rum und rammten Rohre hauswärts – die Versorger können kommen, die Schächte sind gegraben und mit Leerrohren vorbereitet! Und sonst? Fuger, Elektriker und Putzer, alle mittenmang!

Das alles lief auf meinen ersten Laienblick ziemlich ungeordnet ab, sobald ein Zimmer fertig elektrisiert war, stürmte der Putzer hinein und pustete mit Hilfe seiner Höllenmaschine ein Fuder Putz an die Wand – wie aus einem Gartenschlauch. Danach wurde die Pampe glatt gestrichen. Zwei Zimmer im Obergeschoss waren heute mittag schon fertig, das geht flott. Mein Raum im Südosten und das Wohnzimmer können allerdings noch nicht verputzt werden, weil dort noch etwas gemauert werden muss – Fallrohre sollen hier optisch verschwinden.

Weil heute so viel los war, gibt es dazu eine Galerie:

Mittwoch: keine Maurer. Bauleiter am Telefon: “Morgen garantiert. Aber wirklich jetze.” Habe ich so oder ähnlich schon zu oft gehört, so langsam verlieren solche Aussagen ihre Glaubwürdigkeit.

Zivilisation!

Dafür wuseln gerade zwei frierende Elektriker der Fa. Höfer seit Dienstag im Haus herum, bohren Löcher für Steckdosen in die Wände und verlegen schon mit Flachkabeln die ersten Leitungen im Erdgeschoss. Unser Statiker riet uns, dass möglichst wenig in die dünnen Innenwände hineingefräst und geschlitzt werden sollte, also fallen unsere Leerrohrpläne vorerst weg. Aber ist jetzt ooch nich son Problem, hauptsache wir haben genug Anschlüsse.

Warum nun diese mehrdeutige Überschrift dieses Artikels? Nun, ich habe heute das Angebot für die Mehrleistungen der Elektroinstallation bekommen.

Die Standardausführung der Elektroversorgung ist ja bekanntlich sehr knauserig (1-2 Dosen im Raum), von daher hatten wir das “Elektrokomfortpaket” gleich dazugebucht (+ 20 Büchsen und ein bisschen Gedöns). Dennoch bin ich erstmal lang hingeschlagen: für unsere Extraspirenzchen sollen wir noch mal ca. 2300 Öcken hinblättern – aua. Mal sehen, ob wir hier und dort noch den Rotstift ansetzen können bzw. müssen wir noch gegenrechnen, ob die Firma auch alle Inklusiva berücksichtigt hat, die Abrechnung ist etwas undurchsichtig und bedarf weiterer Prüfung.

Heute hatten wir um 11 einen wichtigen Termin auf der Baustelle: wir sprachen mit Herrn Janazek von der Fa. Höfer aus Pattensen die Details für die Elektroinstallation ab.

Es ging also darum, wo unsere Lampen und Lichtschalter installiert werden sollen, mit welchen Wechselschaltern wir wo was an- und ausknipsen und wo wie viele Steckdosen eingebaut werden sollen. Außerdem wurden heute die Positionen von Internet-, Fernseh- und Telefonanschlüssen festgelegt. Mann, so viel Vorplanung!

Wir fühlten uns gut vorbereitet, schließlich hatten wir an den letzten Abenden unsere Hausaufgaben gemacht und pingelig genau in unsere Grundrisse unsere Ideen eingezeichnet, sogar die Außenanschlüsse und -lampen (mit Bewegungsmeldern), einzubauende Dimmer, das beleuchtete Carport, Strom im Gartenhaus und auf dem Dachboden hatten wir nicht vergessen – nur bei der Frage, wo denn unsere Türklingel hinsoll, stutzten wir – die hatten wir völlig vergessen. Insgesamt war das Gespräch nach etwa anderthalb Stunden geregelt und an unseren Wänden prangen jetzt viele mysteriöse Symbole, die unser Fachmann dort hinterlassen hat.

Insgesamt kommen wir auf ca. 90 Steckdosen im Haus – obwohl wir das “Elektrokomfortpaket” bei ECO dazugekauft hatten, werden wir noch ordentlich was draufzahlen müssen (mit der Standardausstattung wären wir niemals hingekommen), nächste Woche kommt dann das Angebot mit den Zusatzkosten.