Gejammel, Nepp und Geracker

Dienstag, März 5, 2013
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Der Jammel in Nahaufnahme

Heute war ein Tag der Aufdeckungen: Pfusch, Pfusch, Pfusch! Richtiger Nepp! Und das gleich im Doppelpack! Und die Konsequenzen schon böse sichtbar! Herr Weiß demontierte heute die fehlerhafte Gaube im Badezimmer, dabei quoll ein warmer, stinkiger Luftschwall aus der Öffnung, kein gutes Zeichen. Darunter hatte sich durch eine fehlerhaft gezogene Dampfbahn (halt nen Loch drin) eine Menge Feuchtigkeit in dem Kasten gesammelt und schon ziemlich das Holz angegriffen, war schon ganz grüngeschimmelt – raus damit! – bis Donnerstag muss der Bereich nun ablüften und dann neu erstellt werden.

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Schimmelgucklöcher im Treppenhaus

Der Keim des Zweifels war nun gesät: wie sieht es in den anderen drei Gauben aus? Im Beisein des Bauleiters baten wir Herrn Weiß, auch diese zu öffnen, das heißt zwar, dass diese wieder geflickt und neu gestrichen werden müssen, aber wir wollten schon die Gewissheit haben, dass hinter der Rigipswand sich in den nächsten Monaten und Jahren nicht das pure Grauen in Form von Schimmelpilzen breit macht. Und voila: in zwei von drei Gauben waren tatsächlich ein paar Stockflecken am Holz zu sehen, durch die frühe Einrigipsung und die Estrichfeuchtigkeit entstanden. Allerdings sehr kleinflächig, hier müssen jeweils nur 1-2 Latten ausgetauscht werden und dann werden die Kästen wieder geschlossen. (Natürlich auf Kosten von ECO) Ärgerlich, aber das bremst den zu erwartenden Fortschritt voraussichtlich nicht. Aber gut, dass wir es jetzt und nicht Jahre später bemerkt haben.

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Auf dem Betonstreifen (Fenstersturz von oben) sollte eigentlich Dämmung liegen!

Aber der Murks war noch nicht zu Ende: während Herr Weiß & Co. die OSB-Platten auf dem Dachboden befestigten, sah sich Herr Plangemann die Dämmung auf den im Dezember ausgebesserten Stürzen an. Damit war er ziemlich schnell fertig, da es dort keine Dämmung gab. Da schwillt mir echt der Hals: wir hatten sowohl Bauleiter (Riedlern und Thomsen) und Maurern auf Anraten von Herrn Plangemann mehrfach gesagt, wie wichtig die Dämmung an dieser sensiblen Stelle ist, da sich ohne diese das auf dem Dachboden entstehende Kondenswasser genau in die Mauer niederschlägt – das sieht man auch prima in den Zimmern – genau diese Stellen haben wir wegen Feuchtigkeit nicht tapezieren können, das Wasser geht auch ohne Dämmung nie wirklich weg! Aargh! Und?

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Seit langem war der Dachboden wieder betretbar und wurde gut gelüftet.

Allen Warnungen zum Trotz wurde es dann nicht gemacht und jetzt ham wir den Salat. Zum Glück gab es noch keine Stockflecken an den Wänden. Die Ursache lässt sich schnell beheben, Maurer Sacik bekam von Herrn Armbröster unmittelbar den Auftrag zur Nachbesserung. Die Holzkonstruktion auf dem Dachboden hatte zum Glück keinerlei Schäden durch die Feuchtigkeit genommen.

Die auf heute bestellten Fliesen kamen übrigens nicht.

Ansonsten gingen wir die Liste der kleineren Mängel nochmals durch, so langsam wird es Zeit für den ganzen Kleinkram.

Im Folgenden bekamen wir die neuen Termine mitgeteilt, diese wären (gepaart mit unseren eigenen):

  • am Do., 7.3. kommen die Fuger wieder und: die Fliesenleger, sie wollen richtig Mottek machen und am Samstag, dem 10.3. mit allem fertig sein. Außerdem kommt der Kabelanschluss.
  • am Sa./So. 9./10. ist unser Streichwochenende: alle Räume 2x anpinseln! Müssen wir sehen, dass wir nicht mit den Fliesis kollidieren.
  • am Mo., 11.3. kommen Küche und Teppich. Die Teppichleute können zum Glück auch ohne Treppe verlegen…
  • ab Do., 14.3. könnte der Kamin kommen.
  • am Fr., 15.3. werden die Innentüren eingebaut
  • die Treppe am Mo. 18./Di. 19. 3
  • und am Mi., 20.3. soll die Hausübergabe stattfinden.
  • Einzug wäre dann am Wochenende 22.-24.3 und der Spuk hat ein Ende. Oder fängt erst richtig an, wie man’s nimmt.
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der kleine Haufen

Am späteren Nachmittag wurde es dann angenehmer, da habe ich im Schlammgarten mit Gummistiefeln zuerst die verstreuten Steine gesichert, danach den lädierten Feuerbrunnen abgetragen und umgeschichtet und danach im Erdhaufen den verschütteten Teil des “Brunnens” ausgegraben – was für eine Scheißplackerei, die mit Wasser vollgesogenen Riesenbrocken aus dem schmatzenden Schlamm zu ziehen, da habe ich echt um jeden Stein mit Spaten undn Brechstange gekämpft. Alle habe ich sie nicht bekommen, aber die Menge an Material für die Mauer vor dem Haus kann sich nun schon sehen lassen!

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der große Haufen