Archive for Februar 2013

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Und das ist erst der Kleine!

Ich wollte schon seit Wochen mal darüber schreiben, heute denke ich endlich mal daran: wir planen ja, eine Natursteinmauer vor dem Haus zu errichten. Vor einem halben Jahr habe ich mal diverse Steinbrüche in der Umgebung angeschrieben: Obernkirchen, Thüste und nochwas, die Preise für das Material incl. Anlieferung waren nicht ohne – also nach dem Motto “mühsam ernährt sich das Eichhörnchen” hatten wir seitdem bei zahlreichen Spaziergängen durch das Weserbergland immer mal wieder hier und dort ein paar Steine, die am Wegesrand lagen oder irgendwo in der Walachei vor sich hinmoosten eingeheimst – immer eingedenk, dass es nicht ein Grenzstein, Grabstein oder sonstwas wichtiges ist, was jemandem gehört. Weitere großzügige Steinspenden wurden in der Vergangenheit immer mal wieder von unserem ebenfalls bauenden Nachbarn über die Grunzstücksgrenze geworfen, (siehe auch “Feuerbrunnen” vom April 2012…)

titan1Mittlerweile sind da gewiss einige Kilöchen bzw. Tönnchen (?) zusammengekommen, heute haben wir jedoch den Vogel abgeschossen: beim Brausen über Feldwege brüllte Bauherrin “Halt an, Steiiiin!” – So getan, Brecheisen gezückt und den Felsen mit bloßen Händen in den Kofferraum gewuchtet – ein kapitaler Brocken! Doch, es sollte noch dicker kommen. 20 Minuten später fanden wir einen noch größeren Okolythen, der dann auch per Anhalter mitwollte, daheim ließ sich dieser Bolzen nur noch mit Skateboard durch den Matsch ziehen – der Bau der großen Pyramiden nimmt sich dagegen wohl eher lächerlich aus.

Achja: Bauleitertelefonat am Abend: diese Woche soll das Haus noch vollständig gefugt werden (jaja…), und dann ab Dienstag volle Pulle Fliesenleger, dann Treppeneinbau, dann Küche und dann der Rest. Und irgendwann ziehen wir dann sicher auch ein.

bawa2Heute waren die Sendermänner da und haben die Position der Badewanne korrigiert – nun ist eine (ziemlich breite) Fliesenbreite Platz zwischen dem Kopfende der Wanne und der Wand. Dann kann Herr Weiß zu Beginn der nächsten Woche sich die linke Gaube vorknöpfen, passend dazu haben wir die Kostenübernahme von ECO für diese Arbeiten nun auch schriftlich bekommen – prima! Ansonsten: keiner da. Fliesenleger lässt auf sich warten, eine Kollegin sagte feixend zu mir: “Du, am Wochenende war ich bei meinen Schwiegereltern und da stand dieses Buch im Regal, da musste ich an dich denken:”fliesirip

tapez3tapez2Wir sind unserer Zeit voraus! Eigentlich war es ja das “Grundierungswochenende”, da wir gestern schon damit fertig geworden sind, konnten wir heute schon Tapete an die Wände kleben. Besonders genial: Uwe hatte eine Kleistermaschine mitgebracht, dort brauchten wir die Rauhfaserrollen nur durchziehen, sie kleisterten sich schön dick quasi von selbst ein und dann ran anne Decke und Wände:

tapez1So ging es dann auch mit vereinten Kräften schön flott, zwei Halter, ein Kleber und eine Gutzurederin und schon hatten wir am Ende des Tages das Arbeitszimmer komplett und die Küche fast fertig.

Am nächsten Wochenende geht es weiter, in der Zwischenzeit kommt der neue Fliesenleger (hoffentlich), danach richtet sich dann auch unser Vorgehen in einer Woche.

Genau das macht der Tiefengrund: dem ollen Putz das Maul stopfen und ihn schonend darauf vorbereiten, dass bald die Tapete kommt und ihm die Schau stiehlt. Heute traten dann Uwe, Ingrid, Maren, Willie, Susi und ich (sowie besonders hilfreich und wichtig, im Hintergrund Kinder bespaßend Gilla) an, um diesen Schritt unserer Malerarbeitseigenleistung zu gehen: und – wir haben alles an einem Tag geschafft, das ganze Haus! Der Haustechnikraum wurde sogar schon gestrichen, das Treppenhaus auch – mit verdünnter Farbe, der Effekt ist aber schon fantastisch – nach Rohbau sieht das nun nicht mehr aus! Schön, wenn man so viele nette Leute als Helfer hat und dass wir dann gegen 15 Uhr nach Abschluss der Arbeit den Grill angeschmissen haben, um den Arbeitstag entspannt ausklingen zu lassen. Morgen geht’s dann bereits mit dem ersten Tapeziertag weiter.

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licht2Herr Frank von der Elektrofirma Höfer war heute am späten Nachmittag (als wir schon alle weg waren) noch da und hat den Stromzählerkasten aktiviert und ein paar Leitungen frei geschaltet: und jetzt haben wir Licht! Endlich keine nächtlichen Streifzüge mehr mit Taschenlampe, so dass man sich im eigenen Hause wie ein Einbrecher fühlt…fast überall gleißt schön grelles LICHT!

licht3Zwar offenbarte sich hier auch bereits eine Macke (zwei Schalter, zwei Lampen im Arbeitszimmer – wieso macht der rechte Schalter jetzt die linke Lampe an?), aber so rein zivilisatorisch gesehen ein großer Schritt nach vorne!

 

Baumarkt leeren, die zweite:

tabetenHeute hat es uns dann noch gepackt: sollten wir am Samstag schon mit dem Grundieren fertig werden, könnten wir am Sonntag gleich mit dem Tapezieren loslegen. Wieder die blöde Rechnerei: wie viele Rollen Tapeten braucht man für ein ganzes Haus? Antwort: alle, die im Baumarkt rumliegen. Und noch mehr. Wir versuchen es mal mit 45 Rollen, 30 haben wir schon bekommen. Und natürlich Kleister. Kleister, Kleister, Kleister. Für 150 € Kleister.

fassugnDas haben wir am Ende des Tages besorgt, vorher waren wir auch nicht gerade faul:  Baufrau und -herr schruben schraubten zusammen mit Obbafillie (quarsi dem Bauopa) am Mittag und Nachmittag diverse provisorische Fassungen mit Glühlampen an die Kabel, die aus der Decke hängen, sowie Fegen ohne Ende und das Abschnibbeln der herausstehenden Isolierschaumstoffschicht (schon wieder so ein Bandwurmbauwort), dort wo schon bald die Fußleisten hinkommen.

akrubatokFrau O. ließ sich diverse akrobatische Einlagen nicht nehmen, damit sie nicht den langen Weg von der Leiter hinunter musste…

Baumarkt leeren, die erste:
tiefengurndWir bereiten uns auf die Maler-Wochenenden vor! Nachdem bereits eine tatkräftige Truppe mobilisiert worden ist, die uns zur Seite steht, geht es jetzt an die Einkäufe: nicht nur Cola, Kekse und Grillzeug werden den hilfreichen Horden kredenzt, auch literweise Chemikalien, die wir an den gemeinsamen nächsten Wochenenden an unsere Wände schmieren, wollen eingekauft sein: heute zuerst der Tiefengrund. Kann ja keiner richtig ausrechnen, wie viel man wirklich braucht, also

∏xDaumen = 25 Kanister á 2,5 Liter, klingt doch gut! Und dann noch Dinge, die man immer braucht: Rollen, Pinsel, Lappen, Spachtelzeug – und natürlich ne gelbe Blume, die das Haus erst so richtig gemütlich macht!

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Treppenhaus OG

Je weiter der Bau vorangeht, desto abstruser die Artikelüberschriften – hängt sicher mit dem Stadium der geistigen Zerrüttung der Bauherren zusammen. Nachdem wir innenausbautechnisch mal wieder einen Schritt weiter sind, ist jetzt wieder das große Warten angesagt – und auch Ärgern, weil wieder einmal nichts passiert.

In der vergangenen Woche hat Innenausbauer Mathias Weiß mit Kollegen das Haus bzw. gesamte Obergeschoß für unsere Malerarbeiten vorbereitet: die Dehnungsfugen der Geschoßdecke im EG wurden gefüllt, so dass die Fläche jetzt durchgehend ist. Oben wurden sämtliche Ritzen geschlossen und sauber abgeschliffen, eine Verkofferung im Südostzimmer angebracht (war eigentlich auch Job von Beko, der wg. Knieschmerzen diese Arbeit abgetreten hat – Teilrechnung geht an ECO), hinter der sich die Solarleitung und ein Entlüftungsrohr befindet sowie an allen Kanten Eckschutzschienen angebracht – diese Arbeiten wurden sehr sorgfältig und kompetent ausgeführt.

schon recht wohnlich!

schon recht wohnlich!

Dabei wurde leider auch die Inkompetenz der Vorarbeiter offensichtlich: Fa. Beko hat an vielen Stellen sehr schluderig gearbeitet und diverse Baunormen nicht eingehalten, so Herr Weiß. Beko war zwar 2x in der Woche noch da, um das Gröbste auszubessern, aber einige Mängel konnten sie einfach nicht beseitigen, so etwa eine der Gauben im Badezimmer. Hier wurde zwei mal ausgebessert, Herr Weiß war danach aber immer noch nicht in der Lage, eine Eckschutzschiene anzubringen, weil der Gipskartonkasten in sich einfach völlig schief und verzogen war. Lösung mit Absprache des Bauleiters: Herr Weiß wird die Ausbesserungsarbeiten in unserem Auftrag durchführen, die fehlerhaft ausgeführte Gaube demontieren und eine “gute” bauen, die Rechnung geht dann an ECO.

Gestern gab es letzte Absprachen wegen der Treppe, die dann sofort in Fertigung ging und am 26./27. Februar eingebaut werden soll , die Frage, wo der untere Handlauf enden sollte, wurde nach Zusendung anschaulicher Bilder gut geklärt, dabei konnten wir noch 4cm Treppenbreite beim unteren Durchgang rausschlagen:

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Heute dann noch ein Treffen mit Herrn Armbröster, bei diesem wurden sämtliche Mängel, die bis jetzt noch vor sich hinschwelten, angesprochen – wir wollen schließlich an diesem Wochenende zum ersten Mal die Pinsel schwingen (Grundieren), aber es sind noch einige Bereiche nicht fertig, die wir auch bearbeiten wollen: nicht geschlossene Leitungslöcher in der Decke des Haustechnikraums, ein Loch in der Wand eines Kinderzimmers zum Bad hin (+ Rohr, welches noch im Estrich verschwinden soll), eine Schornsteinreinigungsklappe, welche immer noch nicht geöffnet werden kann, falsch eingebaute Badewanne, … – wir sind insgesamt unzufrieden, wie langsam und verzögert es im Moment vorangeht, so hat auch unser Fliesenleger noch nicht losgelegt (nach Plan sollte er längst fertig sein!), wir erfuhren, dass Herr Henning auch von ECO nicht erreicht werden kann, auch auf zwei anderen Baustellen fehlt, kein gutes Zeichen. (Ist er mit unserer Vorauszahlung für mehrpreisige Fliesen etwa nach Tahiti durchgebrannt?) Ein Ersatzfliesenleger steht schon in den Startlöchern und beginnt nächste Woche Mittwoch bei uns. Der Bauleiter versicherte uns, dass keine zusätzlichen Kosten wg. mehrpreisiger Fliesen zu erwarten sind, das regelt DIE FIRMA. Denn man tau!

faabeHeute gab es bei Aldi gute billige Farbe. Nachdem Maren dann heute morgen einkaufen war, gab es bei Aldi keine gute billige Farbe mehr: alle 15 Eimer wurden ohne Widerstand der Belegschaft von ihr uffjekooft und abtransportiert, nun stehen diese im Wohnzimmer und harren ihrer Leerung.

Dann noch: Handwerkerzwist! Herr Weiß & Co. wollten heute morgen pünktlich mit den Spachtelarbeiten loslegen, dazu kam es dann aber nicht, weil Fa. Beko bisher nicht in die Pötte gekommen war, die Trockenbaugeschichten zu beenden. Hätten Weiß & Co. dann heute begonnen, käme Bekos Stümperwerk einer Abnahme gleicht – geht also nicht. Beko wurde dann im Laufe des Vormittags etwas widerwillig herzitiert und fing schon so kumpelhaft mit den anderen an: “Wisse, Härr Weiss, wir sind doch alle von selbe Fach…” – Auf derartiges Geschwätz hatte dieser aber angesichts der mangelhaft ausgeführten Arbeiten, die nicht der DIN-Norm entsprach, keinen Bock und blieb hart: Beko muss erst fertigmachen bzw. arbeitet Weiß jetzt auf ECO-Rechnung Bekos Arbeit ab und macht dat ab morgen vernünftig fertig.

Die Zwischendecke im EG wurde dann aber heute noch fertig gespachtelt!

zuweghaus

Gestern haben wir noch den hiesigen Baustoffmarkt unsicher gemacht und uns jede Menge Pflastersteine angesehen, denn heute war das Treffen mit Herrn Wessel Junior – es geht um die Gestaltung unserer Außenanlagen: nivellieren, Altlasten abfahren, Mutterboden aufschütten, plattwalzen, Wege und Carport pflastern – das wird dann demnächst aktuell. Wird auch Zeit, denn der Weg zum Haus wird immer sumpfiger, ich habe mir schon ein Paar schöner gelber Gummistiefel zugelegt, um noch durch die schmatzende Matschepampe zu kommen.

Die Planung geschah zuvor etwas hastig mehr am Reißbrett als vor Ort, das obige, von der Baudame gekonnt zwischen Tür und Angel zusammengephotoshoppte Bild, ermöglicht schon einen schönen Eindruck von Form, Farbe und Richtung der Zuwegung. Nach zwei Stunden und ein paar Pfund mehr Lehm an den Schuhen hatten wir es dann, demnächst bekommen wir den Kostenvoranschlag und wenn uns dieser genehm ist, können die Bagger rollen.

badenBaden können wir auch schon, die Badewanne ist eingebaut (leider falsch, muss nochmal raus, die 30cm breite Fliesenablage für Bücher, Kerzen, Leckereien fehlt am Kopfende) und gefüllt – das Bad ist so gut wie fertig!