Archive for Januar 2013

electri

“Los, Igor – schmeiß den Saft an!”

Der Elektriker ist momentan (die ganze letzte Woche über) fleißig dabei, die verputzen Dosen aufzupulen und Steckdosenleisten, Lichtschalter und Dimmer, Buchsen und das ganze Elektrogedöns sauber zu installieren. Einen Zählerkasten haben wir allerdings noch nicht, damit auch keinen “richtigen Strom”, sondern nur den Baustrom.

Wir suchen das Haus täglich zum Lüften auf, ganz vorschriftsmäßig 1x am Tag mächtiger Durchzug. In der letzten Woche hatten wir Schnee und Frost, damit auch eine geringe Luftfeuchtigkeit – also gute Bedingungen zum Austrocknen. Das Kondenswasser im Haus wird langsam weniger, wie viel davon aber auf den Dachboden zieht, können wir im Moment nicht abschätzen, da dieser noch nicht begehbar ist – es tropft aber mächtig aus der kleinen Öffnung heraus…und in ein paar Ecken sind kleine Schimmelflöckchen an den Rigipsplatten im Obergeschoss bei den Dachfenstern zu sehen – die müssen noch ausgetauscht werden.

Der Estrich nimmt langsam, wie auch die verputzen Wände, eine helle Farbe an, es wird. mal sehen, ob der Fliesenleger dann wie geplant in einer Woche loslegen kann. Mittlerweile haben wir die nötigen Kostenvoranschläge für die letzten Ausgaben: Spachtelarbeiten und letzter Innenschliff vor den eigenen Malerarbeiten bei 2400 €, GaLaBau und Pflastern liegen bei 10.000 €, Zaun bei 1400 €, Bürgersteig absenken bei 1300 € und der Carportaufbau ist so unverschämt teuer, dass wir das irgendwie anders hinkriegen müssen.

rotgelbDann noch eine brenzlige Episode am 23.1.: der Elektriker rief beim Arbeitsantritt an, es riecht nach Gas im Haus und aus einem kleinen Loch blubbert es heraus – die Stadtwerke wurden benachrichtigt. Die haben uns dann erstmal komplett den Hahn abgedreht, unsere Gasanlage hat eine “rote Karte” bekommen, Prädikat “nicht gebrauchsfähig”, Leitung verplombt, aus, Ende, Sense – kalt – brrrr – Fa. Sendermann eilte alsbald am selben Tag aus Hamm herbei, die Heizung wurde nach etwas Rumgefummel wieder in Betrieb genommen, ein Herr von den Stadtwerken überprüfte die Arbeit nochmals, und tauschte die rote gegen eine gelbe Karte aus: “vermindert gebrauchsfähig” – innerhalb von 4 Wochen findet nochmal eine strenge Überprüfung statt. Krass! Naja, besser jetzt als nach unserem Einzug.

Mittlerweile ist es heute wieder warm geworden, um die 11°C waren es in Hameln – der Schnee ist weg, um unser Haus herum eine Matschwüste – wird Zeit, dass wir mit den Außenarbeiten loslegen können, doch so lange noch nicht die Fuger wiedergekommen sind, steht das Gerüst noch vorm Haus und da geht dann nicht viel. Morgen treffen sich Bauleiter und Trockenbauer, um die zahlreichen Mängel zu besprechen – Fa. Beko hat sich hier nicht gerade mit Ruhm bekleckert, weswegen wir diese auch  nicht mit den Spachtelarbeiten beauftragen werden, sondern einen anderen Handwerker.

klingelingZu guter Letzt noch netter Kleinkram: unsere Klingel ist eingetroffen, es handelt sich hierbei um die Türklingel “Octavo”, welche einem Windspiel gleicht, welches mit einem Druck in den Krähenschnabel in Schwingung versetzt wird – gleich mal mit einem 9V-Block angetestet: klingt gut! Hörbeispiel hier: KLINGELING!!!

 

anheiz

Heizung läuft!

Tatsächlich: heute wurde angeheizt! Als ich heute mittag zum Lüften kam, schlug mir fast sowas wie wohlige Wärme entgegen als ich aus der winterlichen Luft (-2°C) in unser Haus ging – Herr Oberwald von der Fa. Sendermann hatte gerade alles richtig angeschmissen und der Laden läuft.

Das heißt dann aber auch, dass sich sehr viel warme feuchte Luft bildet, die raus muss: also 2x am Tag vollen Durchzug, damit das Wasser alsbald draußen ist!

Quelle: wikimedia

so ähnlich könnte es ausgesehen haben…

Heute wurde (ohne dass wir es vorher wussten) der Blower-Door-Test durchgeführt – schade! Das hätte ich gerne gesehen, der Bauleiter war vor Ort und Ingenieur Herr Septinus prüfte das Haus auf die Dichte, die Dichtigkeit, das Dichtsein. Ob das Haus nun durchgefallen ist oder den Test bestanden hat, wissen wir noch nicht. Aber wir bekamen eine Liste mit den nächsten Fixdaten: so soll morgen (!) angeheizt werden, heute war noch kein Gaszähler eingebaut – also müssen die Herren der Fa. Sendermann erstmal ordentlich Gas geben (harhar), damit es innen mollig warm wird.

Ansonsten:

  • Anheizen:morgen (oder am 24.1.)
  • Fliesen und Abmauerungen +Fensterbänke: 4.2. – 12.2.
  • Heizung/Sanitär Endmontage: 12.2. – 13.2.
  • Endmontage Elektro: 12.2.-14.2.
  • Einbau der Innentüren: 13.2.
  • Einbau der Treppe: 14.2.
  • Endmontage Fenster: 14./15.2.
  • Hausübergabe: 18.2.

naaaaa, da sind wir mal hochgradig gespannt, ob der straffe Zeitplan hinhaut. Wenn ja, steht dem Einzug in der Märzmitte nichts mehr entgegen.

ein gut getarnter Schacht

ein gut getarnter Schacht

Fa. Wessel ist mit der Einrichtung der Schmutz- und Regenwasserleitungen fertig, jetzt haben wir unseren Versickerungsschacht im Garten, strategisch günstig zwischen Haus und Kirschbaum. Der Erdhaufen hinterm Haus ist daraufhin noch um Einiges angewachsen (aber für die geplante Anfüllung wird er dennoch nicht reichen…) – leider ist auch ein Stück unseres Natursteinvorrats dabei verschütt gegangen. Wenn es taut, müssen wir das wertvolle Rohmaterial erst einmal bergen.

In der Zwischenzeit laden wir diverse Handwerker ein, es gibt ja noch einiges zu tun. Heute waren Herr Mathias Weiß vor Ort, um sich die Innereien unseres Hauses für die Spachtelarbeiten anzusehen, außerdem war Herr Klawuhn für die Außenarbeiten da: Carportbau, Pflasterarbeiten & alles mögliche…Kostenvoranschläge folgen!

htrHier ein Bild von unserer Haustechnik, die Therme ist installiert worden, davor kommt irgendwann demnächst der mächtige Warmwasserspeicher (300l) – hoffentlicht nicht mitten im Raum! – und etwas Kleinkram – Zähler, etc…

estrich4Heute war dann der Aufstieg ins Obergeschoss dran, trief, tropf, erstmal alle Fenster aufgerissen und eine Stunde lang auf dem Grundstück aufgeräumt während ich auf einen Tapezierer wartete (der dann nicht kam). So richtig viel konnte ich nicht machen, ich wollte eigentlich ein paar Steine umschichten, aus denen wir unsere Natursteinmauer bauen wollen, aber wegen des Frostes sind diese in der Erde und aneinander festgefroren und rühren sich kein Stück.

estrich3Oben ist es auch spannend, nur die Plätze für Dusche und Wanne im Badezimmer sind noch frei von Bodenbelag, der Rest ist jetzt so hoch wie es sein soll – nun kann man viel besser aus den Dachfenstern rausgucken. In meinem künftigen Zimmer ist jetzt auch das Solar-Rohr zu sehen, es nimmt zum Glück nicht so viel Platz wweg wie befürchtet – da muss noch eine Verkleidung drum und dann isses aus den Augen. Viele  Ecken machen ja ein Zimmer erst so richtig gemütlich.

 

estrich1Der mutige Forschertrupp wagte sich heute erstmals in die feuchten Gemäuer, um sich den festen Boden anzusehen: am Samstag durften wir zum ersten Mal rein, der Estrich ist jetzt fest genug für eine Begehung.

Drinnen war es dann erwartungsgemäß nass – das Wasser will schließlich nicht in dem Estrich bleiben – also: Lüften, lüften, lüften. Jeden Tag 1x, richtig mit Durchzug. Ansonsten: ein neues Raumgefühl, die Decken wirken erwartungsgemäß niedriger, dafür ist alles schön glatt und sauber und die ganzen Rohre auf dem Boden sind verschwunden – das ist fast schon wohnlich! Morgen ist dann mal der Aufstieg ins Obergeschoss geplant.

estrich2Draußen ist es heute knackig kalt, das ist gut: denn dabei ist die Luftfeuchtigkeit für gewöhnlich sehr gering und das Wasser entfleucht flott.

endingstory…mit unserem Vordergiebel ist heute zu einem Ende gekommen – kaum zu glauben! Zimmerei Lüth ist nach getaner Arbeit abgezogen, alle Unterschläge sind fertig, sowie die Entlüftungsrohre im Dach – und der Giebel sieht toll aus! Dass es soweit kam, hat in der Zwischenzeit viele Worte und Nerven gekostet, aber heute wurde dieser Punkt glücklich zum Abschluss gebracht.

kontrollschachtWessel baggert munter weiter, so eine Rohrverlegung braucht anscheinend seine Zeit. Heute wurde der Kontrollschacht im vorderen Bereich unseres Grundstückes eingelassen.

In der Zwischenzeit gab es viel zu telefonieren: wir suchen jetzt möglichst günstige Handwerker für diverse Arbeiten: Carportaufbau, Galabau, Putzen, Tapezieren…es gibt viel zu tun. Leider können wir im Moment wenig selbst machen, da wir daheim als Beschäftigungstherapeuten mächtig eingebunden sind.

Ein Jubiläum: dies ist der 100. Artikel dieses Bautagebuchs! Die Sache zieht sich offenbar schon etwas länger hin, aber ein Ende ist mittlerweile in Sicht. Auch auf unserem Zahlungsplan sind nur noch 4 Raten offen, der Löwenanteil des Hauses wurde schon bezahlt.

"Tiefer, Baby!"

“Tiefer, Baby!”

Gestern abend wurde noch der Estrich im Obergeschoss eingepumpt und heute morgen dann war dann das Erdgeschoss dran. Betreten dürfen wir das Haus bis Samstag nicht, dann müssen wir aber zum Lüften jeden Tag einmal die Fenster öffnen und Durchzug machen – nächste Woche soll dann angeheizt werden, also kann der Winter jetzt gerne wieder kommen (von mir aus auch gerne nach dem Fugen der Klinker – hier sollte eigentlich heute weiter gearbeitet werden, aber die Arbeiter sind nicht aufgekreuzt).

Heute geht es zum Einen mit den Kanalarbeiten weiter, Fa. Wessel buddelt mit dem Bagger fleißig tiefe Löcher vor und auf dem Grundstück, um die Schmutzwasserentsorgung anzuschließen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Rohre so derart tief liegen.

Ein neues Gerüst!Zum anderen ist Zimmerei Lüth wieder da, dieses Mal sind es wieder die sympathischen Jungs, die unseren Dachstuhl gerichtet haben. Sie bringen mithilfe eines neuen Mini-Gerüsts vor der Eingangstür bei fiesem Regenwetter wacker die restlichen Unterschläge an (unser schmuckes weißes “Plastikholz”) und schließen die offenen Stellen im Giebel bei den Ohren – hier sind wir gespannt, wie es später aussehen wird, ob es tatsächlich unseren Vorstellungen entspricht – sieht aber bis mittags schon gut aus.

Ein Bauleitertreffen war heute auch noch dran, Herr Armbröster lässt sich angenehm oft blicken und ist telefonisch gut zu erreichen – jetzt gegen Ende klappt es endlich ganz gut mit der Firmenkommunikation (wir mussten währen der Bauzeit ganze vier Beschwerden schreiben, welche diese Umstände anprangerten.) Hier wurde der Ablauf der nächsten Schritte auf den neusten Stand gebracht, auch Küchen- und Fliesentermine wurden abgesprochen.

Frohsneuesjaaestrichvorb1! Heute geht es weiter, das neue Jahr ist warm und matschig, sonst finde ich ja einen knackigen Winter gut, in diesem Jahr kommt mir die frühsommerliche Matschepampe aber sehr gelegen – die Arbeiten auf dem Bau können weiter gehen! Sanitärfirma Sendermann werkelt seit gestern auf Hochtouren, da ab morgen der Estrich eingepumpt werden soll – erst oben, dann unten. Bis dahin muss noch eine Menge geschehen, es sind noch nicht alle Heizkörper angebracht und es fehlen auch noch ein paar Rohrleitungen, die dann ja unter dem Estrich verschwinden sollen.

estrichvorb2Währenddessen ist die Firma Adem, welche sich für den Estrich verantwortlich zeigt, schon dabei, die Vorbereitungen zu treffen: einige Kubikmeter Styropor stehen im Wohnzimmer und sollen im Haus verteilt werden: als Isolierung und Trittschalldämmung. Oben ist schon alles fertig ausgelegt, unten geht’s erst weiter, wenn die etwas trödeligen Sanitärtäter fertig sind.