Archive for Dezember 2012

jahreeswchessel

Nur ganz kurz: so sieht unser Haus zum Jahreswechsel aus: Ohren dran, Gräben zu, Schotter und Gedöns außenrum. Am 2.1. gehts weiter!

wasserentsor1

Canale grande

Kurz vorm Fest war noch einmal richtig Mottek angesagt. Fa. Bähre gab bekannt, dass sie in diesem Jahr die Schmutz- und Regenwasserentsorgung nicht mehr verlegen könne und den Auftrag an eine andere Firma abgeben würde, falls diese es noch schaffen.

Firma Wessel aus Coppenbrügge sprang spontan ein, diese verlegte vor kurzem unsere Versorgungsleitungen – die Jungs kannten sich also in unserem Erdreich bestens aus und legten heute bei frostigem Wetter los, die Kanäle auszuheben. Fertig würden sie in diesem Jahr zwar nicht, aber der Schmutzwasserbereich sollte wohl noch angeschlossen werden – prima!

Zudem war Wessel noch ein wenig günstiger als Bähre und wir bekommen dazu noch Gullideckel mit schicken Pferdemotiven – das lohnt sich doch!

Weiterhin hatte ich eine Nachricht im Briefkasten, dass unser Klingelknopf im Hamelner Zollamt fest hängt und seiner Abholung harrt – 8 € durfte ich noch an Zollgebühren draufzahlen, um das Schmuckstück in Empfang nehmen zu dürfen, es gefällt uns aber gut und ist schön groß und schwer.

gibelor

linkes Ohr

Dann! Kaum zu glauben, aber es gab noch eine Lösung zum leidigen Thema “Giebelohren”! Nach wochenlanger Warterei bekam unser Bauleiter (der neue, Nummer Drei: Herr Armbröster) die Freigabe zum Sägen. Die Dachstuhlhersteller (Möller) gaben an Fa. Lüth (Dachdecker) weiter, dass die Kehlbalken ein ganzes Stück gekürzt werden dürften, um die Bahn freizugeben für die steinernen Hörorgane. Dies wurde gleich an unseren Gutachter Herrn Plangemann weiter gegeben und dieser traf sich dann mit Bauleiter, Maurer und uns auf der Baustelle um die geplante Aktion zu…begutachten. Der Statiker gab grünes Licht und dann wurde später gesägt.

Die Sohlbänke der mittleren Tür an der Hausrückseite wurden heute übrigens mit den richtigen Klinkern gemauert, nicht wie einen Tag zuvor mit den falschen.

Holzgemetzel links und rechts

Holzgemetzel links und rechts

Leider waren die Sägearbeiten wohl nicht unproblematisch, die Balken waren wegen grober Bearbeitung (Brecheisen?) schlussendlich ziemlich ausgefranst, bevor unser Gutachter einen neuen Blick darauf werfen konnte, wurde das Werk schon viertelkreisförmig zugemauert – nun sieht es unserer Wunschvorstellung ziemlich ähnlich, wir hoffen nur, dass hinter dem Mauerwerk kein größerer Schaden angerichtet wurde. Herr Armbröster gab uns die Beschreibung seines “Eingriffs” einen Tag später noch schriftlich, mit der Text endet mit dem Satz “Die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion werden durch die durchgeführten Holzarbeiten nicht beeinträchtigt.” – Hoffen wir es.  Aber schick sieht es jetzt schon aus!

ohrbaggerZu guter Letzt stand noch ein wichtiger Punkt auf dem Bauzeitenplan: eigentlich sollte heute der Estrich kommen, da die Sanitärfirma Sendermann sich aber in der letzten Woche nicht blicken lassen hat und noch diverse Arbeiten nicht ausgeführt hatte, die in den Estrich eingegossen werden sollten, wird dies nun auf das nächste Jahr verschoben. Am 2.1. kommt der Sanitärrest und am 3.1. dann der Estrich. Ob dieser Fauxpas nun ausschlaggebend ist für eine Rückzahlung seitens ECO wegen Nichteinhaltung der Bauzeitgarantie?

Noch eine erfreuliche Nachricht lag abends im E-Mail-Briefkasten: ECO übernimmt auf unser Bitten hin tatsächlich die Kosten für die Installationswände in beiden Badezimmern!

Nun wird aber wirklich nichts mehr passieren in diesem Jahr, der Frost hat sich zum Glück nur kurz blicken lassen:
wetter2(Hier die Statistik aus Lügde, 20 km von uns entfernt)

Wir hoffen, dass die Arbeiten dann wie geplant am 2. Januar voranschreiten und in absehbarer Zeit ohne weiteren Stress zum Abschluss geführt werden, jetzt freuen wir uns auf einen ruhigen Jahresausklang und blicken ziemlich gestresst aber zuversichtlich nach vorne!

jahresausklang2

Haus Murreweyn Ende Dezember 2012

 

Nun sind sie da, die vier Eckpfeiler der Zivilisation: nachdem Gas, Wasser und Telefonleitung schon in der letzten Woche installiert worden sind, wurde am Montag noch der Strom angeschlossen und plötzlich hängt ein Sicherungskasten im Haustechnikraum (allerdings an der falschen Stelle). Eine Dame von Kabel Deutschland rief mich heute an, es wird bei dieser Kälte nicht verlegt, sie melden sich, wenn es wieder wärmer ist. Nicht so schlimm, das ist nicht lebenswichtig.

Überall ist jetzt Putz im Innenbereich (bis auf die Stelle, an der die schusseligen Elektriker das Kabel für die rechte Außenlampe vor der Haustür noch verlegt haben – dort wurde freigeklopft aber nicht zugespachtelt, tsts!).

Die Trockenbauer haben sich im Obergeschoss ausgetobt und fast alles fertig gestellt, nur in meinem zukünftigen Zimmer fehlt noch Decke und Schräge, dort müssen noch Entlüftungsrohre und die Solarleitung von den Heizungsleuten verlegt werden, erst dann wuchert dort der Gipskarton.

Zwischendurch habe ich bei unserem Blower-Door-Experten angerufen, da mir das Verfahren, diesen Test bei zugeklebter Folie (statt mit eingebauter Dachluke) durchzuführen recht seltsam vorkam, Herr Septinus erläuterte mir aber plausibel, dass dies die gängige Methode ist. Die Dachluke wird erst gegen Ende eingbaut und würde sich aufgrund der hohen Feuchtigkeit, die durch Estrich & Co. entstanden ist, mächtig verziehen, wenn sie früh eingebaut würde und dann erst recht undicht werden. Dies deckte sich auch mit den Aussagen des Bauleiters, von daher bleibt es beim 19.12. Mal sehen, ob unser Haus den Test besteht.

Recht schön ist der Flur oben anzusehen, dort wurde auch bis auf die Decke alles verkleidet und sieht jetzt richtig nach Raum aus. Lange staken dort noch irgendwelche Latten aus der Wand und man blickte auf Folie (Dampfbahn), davon ist nichts mehr zu sehen, statt dessen sieht gerade der Bogenfensterbereich schon toll aus!

Abends habe ich mich dann mit Herrn Plangemann vor Ort verabredet, er wollte sich die ausgebesserten Stürze vom Spitzboden aus ansehen und überprüfen, ob die Dämmung richtig gesetzt wurde. In stockfinsterer Dunkelheit stiegen wir also mit zwei kleinen Funzeln bewaffnet nach oben, auf dem Dachboden war ich bisher noch nicht. Irgendjemand hat dort unsere OSB-Platten schon lose verteilt, dass man vorsichtig schon umhergehen konnte – spannend! Die Dämmung ist noch nicht bis zu den erforderlichen Punkten gelegt worden, wahrscheinlich wird erst das endgültige Abbinden des Fenstersturzzements abgewartet.

Und noch etwas ist in der Zwischenzeit passiert: die Maurer haben die Sohlbänke im Erdgeschoss gemauert (bis auf eine, da wurde es ihnen wohl zu kalt und sie sind stiften gegangen…). So sieht dat dann nu aus:

 

Haus Murreweyss

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag hat es mächtig geschneit und es war klar: der Winter ist da! Zum 2. Advent legte sich eine vorweihnachtlich-weiße Decke aufs Weserbergland, mal sehen, ob es so bleibt. Falls ja, würde das wohl erstmal die weiteren Arbeiten aufhalten. Man gut, dass wir doch erst zum 1.4.2013 unsere Mietswohnung gekündigt haben. Ich hoffe zumindest, dass EON morgen noch den Strom anschließt, der Graben ist noch offen und diese Versorgung könnte ja von daher noch geschehen. Mal schauen, was dann dieses Jahr noch so passiert…

Wie immer um die Ecke Niederdorf/Weserstraße gebogen, doch heute…welch ein Anblick! Das Gerüst war gerade komplett abgebaut und auf dem Laster der Fa. Steding verladen – und dann war nur noch das Haus da. Zuerst sah es ganz seltsam aus, ganz klein und nackt. Doch dann machte sich ein Grinsen breit – schaut gut aus! (Wie gut, dass wir gestern Abend noch unseren komischen Blechvogel an der Regenrinne vorne rechts festgeschraubt hatten!)

krahWährenddessen wurden Gas und Wasser angeschlossen, Telefon später am Nachmittag und Strom kommt dann wohl am Montag. Et lüppt! Drinnen lag der Putzer in den letzten Zügen, bereitete gerade den Flur vor, den letzten Raum. Leider hatten die Elektriker vergessen, die rechte Außenlampe von der Haustür zu verlegen: ein Loch war zwar gebohrt, aber kein Kabel hängt raus, schnell die Elektriker angerufen und den Mangel bekannt gegeben, diese rollten auch nachmittags an – trauten sich aber erst nicht, in Anwesenheit des jähzornigen Putzers sein gerade erst fertig gestelltes Opus Magnum wieder aufzureißen. Erst die ermutigende Anwesenheit der Bauherrin konnte dies erwirken.

Im Obergeschoss waren heute die Trockenbauer am Gange und haben bereits die Drempel im ersten Raum geschlossen. Etwas zu meckern hatten sie auch, die Maurer hatten gestern abend noch bis spät die fehlerhaften Fensterstürze im Obergeschoss saniert (endlich!), als sie fertig waren, hatten diese die Dämmung im Boden des Spitzbodens aber nicht wieder verlegt. Mussten die Trockenbauer dann halt noch einmal machen.

Ansonsten: im Baumarkt vier weitere Außenlampen bestellt, eine hatten wir ja schon. Das Aufmaß für die Küche geordert, am Dienstag wird gemessen. Am selben Tag checkt unser Gutachter noch einmal die Dachbodendämmung.

Telefon! Herr Sacik ists am Morgen, der Bauherr eilt zum Ort des Geschehens um die Abmauerungen der Fallrohre im Wohnzimmer zu koordinieren. Die Stimmung dort ist gereizt. Zeitgleich sind wieder Putzer und Elektriker am Gange, die Redewendung “sich ins Handwerk pfuschen” wird hier Wirklichkeit!

Der Putzer wartet ungeduldig mit gezückter Putzspritze auf den Maurer und scharrt mit den Hufen, wenn dieser endlich die Abkofferungen hochgezogen hat, wird sofort ohne Gnade hinterhergeputzt. Währenddessen bohren die Elektriker in den frischen Putz Steckdosenlöcher, da noch etwas umgesetzt werden muss – eine Verschalung für ein Abzugsrohr wurde übersehen, also noch einmal. Putzer darüber sauer: “Mache ich nicht noch einmal!” – Dann muss eben der Elektromann zum Putzeimer greifen und das Loch verschmieren. Macht er eigentlich ganz gut, schimpft dabei aber über die Maurer. Die Maurer schimpfen über irgendwas anderes: Wetter, Fußballergebnisse, …

Heute nachmittags dann gegen 13 Uhr das lang ersehnte Treffen mit dem Bauleiter, auch Bauleiter #3 ist zugegen: Herr Armbröster wird ab Januar die vakante Stelle, welche Herr Riedler hinterließ, füllen und Herr Thomsen hat dann seinen “normalen” Job wieder. Ich habe heute eine Gewerkeliste mit den Adressen aller Firmen bekommen, endlich muss ich nicht mehr Visitenkarten sammeln und Firmenaufkleber auf Autos fotografieren! Zum Gespräch brachte ich eine lange Liste mit, die abgearbeitet werden will, 18 Punkte umfasst diese. Hier die Kurzfassung:

  1. Bauzeitenplan: gibt es offiziell nicht, aber ich konnte die Terminliste vom Bauleiter fotografieren. Die dort eingetragenen Daten sind Tage, zu denen die Handwerker bestellt sind. Ob sie dann kommen, ist eine andere Sache.Den Plan gibts demnächst auch hier zu sehen.
  2. Übergabetermin: nicht genannt, obwohl es einen geben müsste: Bauzeitgarantie 6 Monate ab 17. Juli, zuzüglich Betriebsferien und Estrichtrocknung + X Tage Schlechtwetter (Frost / Winter)…
  3. Entwässerungsantrag: die Lücken muss die ausführende Fa. Bähre füllen! Hätte mir Herr Riedler das damals gesagt, hätten wir den Antrag schon seit Monaten durch! Mit Herrn Janke telefoniert, ist prinzipiell kurzfristig möglich, die Arbeiten durchzuführen, der Frost hat dabei aber noch ein Wörtchen mitzureden: ab Mittwoch nächster Woche könnten sie starten, allerdings ist ab dann auch Kälte vorhergesagt…
  4. Das Regenwasser sollte bis zur Installation der Ableitungen provisorisch umgeleitet werden, am besten 10 Meter weg vom Haus. Natürlich in Eigenleistung.
  5. Die Megasteckerleiste im Flur, welche unserem Statiker Sorgen macht, wird jetzt geteilt und mit einem Steg versehen, der die Last ableiten soll.
  6. Giebelohrenschmerzen: Fa. Lüth wird vom Bauleiter drangsaliert, eine Lösung wurde nicht präsentiert, aber ist anscheinend in Ausarbeitung…bin mal gespannt.
  7. Der Blower-Door-Test (Dichtigkeitsprüfung) findet am 19.12. statt. Die Dachluke muss hierzu nicht von den Trockenbauern eingesetzt sein, der provisorische Zugang (Schnitt in Dampfbahn) wird dazu abgeklebt.
  8. Die lausig ausgeführten Fensterstürze im Obergeschoss werden von Donnerstag bis Samstag von Fa. Sacik ausgebessert – vom Spitzboden aus!
  9. In der Dampfbahn sind noch kleine Löcher, hierdurch würde Zug entstehen – möglicherweise sogar aus den Steckdosen! Diese werden vom Trockenbauer noch geflickt.
  10. Es soll überprüft werden, ob die zusätzliche Dämmung, welche wg. unserer vielen Fenster mit eingelassenen Kreuzen nötig war, tatsächlich so ausgeführt wurde.
  11. Der fehlende Dachziegel im Nordosten wird noch nachgebessert…wenn die Dachdecker wieder kommen um abschließende Arbeiten durchzuführen.
  12. Der Saustall Baustelle wird heute noch von allen anwesenden Gewerken aufgeräumt. Jeder, der von nun an hier rumsaut, wird zur Rechenschaft gezogen.

So, das war mal bitter Nötig – Klärung in vielen Punkten. Hier noch ein paar Bilder vom Tag:

 

 

Als ich mich heute nach der Schule der Baustelle näherte, war bannig was los: lauter Autos vor der Hütte, daraus erklang emsiges Gebrumm und Handwerker wuselten scharenweise durch die Räume, draußen buddelten Leute mit orangefarbenen Helmen in Löchern rum und rammten Rohre hauswärts – die Versorger können kommen, die Schächte sind gegraben und mit Leerrohren vorbereitet! Und sonst? Fuger, Elektriker und Putzer, alle mittenmang!

Das alles lief auf meinen ersten Laienblick ziemlich ungeordnet ab, sobald ein Zimmer fertig elektrisiert war, stürmte der Putzer hinein und pustete mit Hilfe seiner Höllenmaschine ein Fuder Putz an die Wand – wie aus einem Gartenschlauch. Danach wurde die Pampe glatt gestrichen. Zwei Zimmer im Obergeschoss waren heute mittag schon fertig, das geht flott. Mein Raum im Südosten und das Wohnzimmer können allerdings noch nicht verputzt werden, weil dort noch etwas gemauert werden muss – Fallrohre sollen hier optisch verschwinden.

Weil heute so viel los war, gibt es dazu eine Galerie:

Gestern, am Samstag, waren die Maurer noch einmal da – sie haben im Obergeschoss die Rollschichten eingemauert (das sind die leicht schrägen Außenfensterbänke aus Klinkern). Am Montag geht die Action dann weiter, und zwar geballt!

Ich habe im Moment nach dem großen Stillstand Anfang November das Gefühl, jetzt wollen die Handwerker alle auf einmal ran – und treten sich dabei anscheinend gewaltig gegenseitig auf die Füße. Der Putzer möchte am Montag im Obergeschoss loslegen, dort ist aber zum einen die Elektrik noch nicht fertig (z.B. nicht mit dem Haustechnikraum verbunden, außerdem fehlen die Netzwerkleitungen noch) und zum anderen wackeln noch drei Steine – von den Maurern schlecht geklebt.

Der Putzer hatte am Freitag ohnehin einiges zu meckern: die Baustelle sieht aus wie ein Saustall (stimmt), die Maurer haben schief gemauert, so dass er anstatt der vertragsmäßigen 12 mm ganze 30+ mm auflegen muss, die Kostendifferenz wird er sich von den Maurern wiederholen. Außerdem echauffierte er sich über die von den Fensterbauern schlecht abgeklebten Ränder, das hat er dann am Freitag noch selbst gemacht.

Also wuseln dann morgen neben den Maurern und dem Putzer anscheinend noch die Elektroleute herum und legen Strippen – währen der Fuger draußen von oben nach unten die Klinkerritzen vollschmiert, damit das Gerüst am Dienstag, wenn die Versorger kommen, abgebaut werden kann – wenn das mal gutgeht. Ein terminliches Kamel, welches vom Bauleiter durch ein allzu schmales Planungsnadelöhr gepeitscht wird – holt den Sprichworttierschutz, der hat in den nächsten Tagen gut zu tun.

Das Thermometer hält sich heute wacker bei +1°C, ab Null soll ja der Putz nicht so gut zu verarbeiten sein – wie sieht’s mit der Fugerei dann überhaupt aus? Es bleibt spannend!