Archive for Oktober 2012

Gestern, am Tag des Herrn, gab es genug zu tun für die Ungläubigen: die ersten Dinge wurden von unserer Miezwohnung hin zum neuen Haus geschafft! Der Balkon wurde zum letzten Mal winterfest gemacht, die tüchtige Baudame lud 3/4 des Grünbestandes in Kübeln und Töpfen ins Auto und karrte diese in unseren Garten zum Überwintern. Nun ist der Balkon öd und leer, der Winter kann kommen. Tut er auch fast, es ist klirrend kalt.

Am Wochenende muss irgendjemand bei uns wieder heimlich gearbeitet haben. Maren sichtete deutliche Veränderungen im Fußbodenbereich: es wurde abgeschweißt. Nun sind die Böden weitgehend komplett dicht, es darf auch derzeit nicht auf der Teerpappe rumgeschrammelt werden, aber die Elektriker können nun wiederkommen und mit ihrem Werk fortfahren. Wann wohl der Klingelknopf angebracht wird? Welcher es wohl sein wird? Fragen über Fragen…

Heute, am Montag, rechnete ich gar nicht damit, dass irgendwas auf der Baustelle passiert: Vollmond, Hochdruckgebiet, Eiseskälte, gefrorene Scheiben. Morgens -2°C, im Tagesverlauf 6°C. Dennoch! Tapfer schlugen die Maurer auf und klinkerten an der Vorderseite weiter. Zwar hatte der Murresteyn immer noch nicht seinen großen Auftritt, aber es geht wacker voran. Auch hier noch mal ein Lob an unsere kälteresistenten Arbeiter. Morgen früh gibt’s heißen Punsch für alle, versprochen!

Heute ist ein wundervoller Tag zum Bemustern. Auf nach Hannover zu Raab Karcher, das meiste hatten wir ja bereits am 19. September ausgesucht, heute ging es noch einmal um die End-Entscheidung, ob wir die rötliche oder gelbliche Fliese für den Hauptbereich nehmen und einen Fliesenspiegel für den Arbeitsbereich in der Küche galt es auch noch auszuwählen.

Vor Ort angekommen, traf uns der Schreck: Raab Karcher ist weg! Stattdessen heißt der Laden jetzt “Keramundo” – aber innen alles wie immer, auch die selben Verkäufer. Puh. Dann klaren Kopfes für die gelblichen Exemplare entschieden. Beim Fliesenspiegel mussten wir uns wieder mal anhören, dass unser Geschmack zur Zeit weit außerhalb des Trends ist, kleine weiße Fliesen will gerade keiner, von daher nahmen wir mit einem der beiden Auswahlexemplare vorlieb.

Im Bad wäre eine richtige Bordüre schweineteuer, wir behelfen uns hier mit kleinen Fliesen in einem Terracottaton, die dann einreihig umlaufend zwischen den weißen Fliesen angebracht werden. Nun ist alles fertig und die Bemusterungsunterlagen gehen an unseren Fliesenleger Herrn Henning nach Wittenberg.

Danach noch Stippvisite bei Boesner, Kunstkrempel für die Nerven mitgenommen und anschließend zu IKEA – Küchen gucken. Diese haben wir uns bereits Dort auch nicht so toll, das Birkenholz ist dem Bauherren zu hell, das Buchenholz sieht der Bauherrin zu sehr nach Plastik aus. Und das tolle Holz mit dem fantasievollen Namen ist rund um die Welt bereits gefällt, verarbeitet und verkauft und wächst nirgends mehr nach. Kopfrechnen: Küche etwas mehr als 5000 €, Aufbau und Lieferung noch mal 2000 € und dann ist da bestimmt noch etwas, was wir vergessen haben… puh. Mal wieder teuer.

Heute morgen war ich dann früh da, um mal nach dem Fortschritt der Feinmaurerei zu sehen, mit einem Geodreieck bewaffnet trat ich den frühstückenden Maurern bei klirrender Kälte entgegen. Diese wussten freilich nichts vom gestrigen Ärger über das falsch ausgeführte Ziermauerwerk, auch hatte der Chef trotz Email und SMS seine Mannen nicht informiert, was nun zu tun war. Lief in etwa so ab:

“Gefällt dir die Bordüre?”
- “Nein, die ist ganz anders als wir es wollten.”
“Wieso?”
- “Die Steine sollten im 45°-Winkel zueinander stehen.”
“Tun sie doch.”
- “Nein, hier, das Geodreieck passt nicht rein.”
“Stimmt.”
- “Und links ist es viel tiefer als rechts.”
“Bestimmt nicht.”
- “Doch, hier, ich stecke da das Dreieck auch noch mal rein und messe nach…”
“Oh, ja.”
- “Also bitte 4 Schichten abreißen und dem Dreieck sklavisch folgen, dann wird alles gut.”
“Gut, machen wir, der Bauherr soll ja zufrieden sein. Kann ich mir das Geodreieck ausleihen?”
- “Gerne doch, bitteschön.”

Nachmittags kamen wir wieder und beide Seiten waren fertig, alles sah total klasse aus, genau so, wie wir es haben wollten. Ein dickes Lob an die Maurer da gelassen, die sich gerade ins wohlverdiente Wochenende trollten.

 

Abends hatten Baudame und Bauherr dann tatsächlich mal Zeit, über Kleinkram wie Außenlampen und Klingelknöpfe nachzudenken – welch ein Luxus! Schnell mal den Rechner angeschmissen und die gängigen Einkaufsseiten angesteuert. Das Internet ist Segen und Fluch zugleich! Früher hatte man keine andere Möglichkeit, als in den lokalen Baumarkt zu gehen und sich dort den Kram anzusehen, der in der Auslage war. Es gab einen runden und einen eckigen Klingelknopf und einen teuren. Heute steht einem buchstäblich das Angebot der ganzen Welt zur Verfügung. Nicht nur, dass die Auswahl astronomisch ist, auch die Summen sind es teilweise. Dafür wird aber auch jeder Geschmack bedient…siehe Fotos. Diese beiden Kandidaten sind heiß im Gespräch gewesen. Bestellt wurde aber noch nix, bei solchen exzentrischen Fisimatenten sollte man noch mal drüber schlafen, wo der Besuch die nächsten 30 Jahre lang die Finger rein- bzw. draufsteckt. Zumindest soll er sich trauen, zu klingeln.

Bei den Außenlampen fiel es uns etwas leichter, eine Auswahl zu treffen, wir haben uns kurzerhand mal die hier abgebildeten Exemplare bestellt, um sie mal “live” am Haus zu testen, bzw. dranzuhalten. Man kann ja alles problemlos umtauschen, was nicht gefällt, wird wieder zurück geschickt.

Noch ein kurzer Ausblick auf nächste Woche: am Montag wird der Murresteyn eingesetzt und am Dienstag ist das erste Treffen mit unserem neuen Bauleiter anberaumt, Herr Plangemann wird auch dazu stoßen.

 

Heute morgen habe ich den Maurern routinemäßig einen Besuch abgestattet, um mal zu sehen, ob schon was von der Bordüre zu sehen war. Gegen halb 10 noch nicht, sie muckelten so vor sich hin. Den Murreweynstein wollten sie auch noch nicht haben, morgen auch noch nicht. (“Du bringe Monntack”) Ich erfuhr, dass sie dann heute auch gedachten, gegen 13 Uhr Feierabend zu machen. Anruf beim Maurer-Chef: “Wieso 13 Uhr? Die könnten doch auch mal den ganzen Tag arbeiten, so langsam wie sie gerade vorankommen.” – “Nee, nee, der eine Maurer baut sich gerade selbst ein Haus und da müssen die Kollegen halt helfen”.  Sehr sozial und kumpelhaft – hätten wir gerade einen Bauleiter parat, könnte ich dem das ja mal petzen berichten. Aber der alte ist krank und der neue hat sich immer noch nicht gemeldet, langsam wird es mal wieder zu bunt.

Von daher: Punkt 15 Uhr in der ECO-Zentrale anrufen, mit forschem Ton jemanden von der Geschäftsleitung fordern, BINGO! Tatsächlich bekomme ich jemanden an die Strippe, dem ich die Gesamtproblematik schildern kann, ich habe sogar das Gefühl, hier auf offene Ohren zu stoßen. Zum einen fand er meine Klage über die phlegmatischen Klinkerer recht interessant, zum anderen erfuhr ich an dieser Stelle auch, dass unserem alten Bauleiter gekündigt wurde – hm. Weg ist er, besonders überrascht bin ich nicht, denn sehr zuverlässig nahm er seine Aufgaben in letzter Zeit (bzw. im Allgemeinen) nicht wahr. Und mir wurde weiterhin versichert, dass die Geschäftsleitung schnellstmöglich den Kontakt zum Nachfolger herstellen werde.

Tatsächlich: prompt klingelte eine halbe Stunde später das Telefon und der neue Bauleiter Herr Thomsen war dran. Puh. Er hatte aufgrund der Übernahme diverser Projekte bisher noch keine Zeit, sich in unser Projekt einzuarbeiten, wollte aber erst einmal die wichtigsten Eckdaten und Probleme hören, morgen oder am nächsten Mittwoch ist dann das erste Treffen samt Krisengespräch anberaumt worden. Bin mal gespannt, was jetzt alles besser wird, viel kriechender als in den letzten zwei Wochen kann es kaum werden. Und bis zur Eiszeit ist es nicht mehr lange hin.

Theorie (vorne) und Praxis (hinten)

Am Abend wollten wir dann nach diesem ganzen Tohuwabohu noch was Schönes sehen, neugierig pilgerten wir zur Baustelle und sahen…ZIERMAUERWERK! Doch die anfängliche Freude löste sich recht schnell in Ärger auf, da die Ausführung mächtig zu wünschen übrig ließ: die Ziersteine im Band waren seltsam schräg und nicht etwa im 45° Winkel zueinander gerichtet, außerdem gab es erhebliche Unterschiede, was die Mauertiefe anging (pendelte zwischen 4 und 8 cm), das sah ziemlich unregelmäßig aus. Wir haben dann noch mal unsere Vorstellung davorgestapelt (die wir auch nur 3x mit den Maurern besprochen hatten, auch der Begriff “Fümmenfierzichgrad” war hierbei mehrfach gefallen – morgen bringe ich ein Geodreieck mit. Daheim gleich die bebilderte Beschwerdemail an Sacik formuliert, mit der Forderung des Abbruches der letzten vier Reihen und Neuerstellung wie besprochen. Und morgen früh gleich mal auffe Baustelle aufkreuzen.

Allmählich, nach eineindrittel Jahren, gelange ich zu der Erkenntnis, dass das Schreiben dieses Blogs durchaus etwas Therapeutisches hat: ich setze mich in letzter Zeit oft abends mit einem dicken Hals und bockwurstförmigen Halsschlagadern zum Hasspredigen Schreiben hin, will dabei nur rasch ein paar knappe, zornige Sätze in die Tasten hacken um meinem Ärger Luft zu machen und die erlebten Absurditäten der Nachwelt zu erhalten. Doch dann schreibe ich schlussendlich viel mehr als geplant und fühle mich am Ende eines Artikels viel besser als zuvor.  Aaah,  Amen.

 

Naja, zumindest das kleine Haus. Heute endlich komplett gestrichen, die Front ist jetzt einheitlich und gegen weiteres Ausbleichen geschützt.

Post! Im Briefkatzen das Angebot der Sanitärfirma. Es werden die zwei im Standardpaket enthaltenen Plumpsklos gegen Flachspüler getauscht, gegengerechnet und dann müssen wir immer noch 313 € draufzahlen. Aber da dies wahrscheinlich die wichtigste Investition für unser aller Wohlbefinden sein wird: abnicken, unterschreiben, abschicken.

Maurer! Ta-daa: Westwand fertig gestellt, als nächstes ist die Front dran. Heute wurde dort nur wenig gemauert, eher vorbereitet, ich bekam den Auftrag, morgen dann auch den Murreweyn-Stein bereit zu halten, damit dieser über der Eingangstür eingemauert werden kann. Ein großer Tag steht an!

Links und rechts von der Tür gibt es schon ein paar Klinkerlitzchen zu bewundern…

 

 

 

 

Hier sieht man die vorbereitende Halbschicht, auf die dann drei Reihen normale Klinker gemauert werden, dann unser gewünschtes Zierband und dann irgendwo weiter oben mittig der Stein…

Mal sehen, wie schnell das geht. Die Ost- und Westwand waren ja eher langweilig, da gleichförmig. Vorne und hinten sind wesentlich mehr Öffnungen, aber es gibt auch diverse Nischen und es müssen mehr Steine zugeschnitten werden. Dazu noch zwei Streifen ZMW vorne, der eingemauerte Türstein und zwei Giebelohren, hinten dann ein Zierband zwischen Erd- und Obergeschoss…das Rennen gegen die Schlechtwetterzeit ist im vollen Gange.

Telefontag:

  • Fa. Elektro-Höfer: wir steigen durch das Angebot nicht durch, hoffen/glauben, dass einige ECO-Inclusiva übersehen bzw. nicht aufgeführt sind. Bitte um übersichtliche Ausführung mit allen Posten.
  • Herr Plangemann: welche Mängel sind momentan akut und halten uns von der Zahlung der Rate 7 noch ab? Im Wesentlichen alles okay bzw. ausgebessert, zumindest im erträglichen Bereich. Schiefe Wand, Dämmung, vielleicht sogar die Stürze. Bis auf die verfluchten Windböcke, die müssen noch von den Dachdeckern verstärkt werden, wenn sie irgendwann mal wieder kommen. (Vermutlich nach dem Klinkern, das ist momentan das zeitliche Nadelöhr, das andere Gewerke aufhält).
  • ECO! Der Anruf in den heiligen Hallen brachte Interessantes zutage: momentan war niemand von der Geschäftsleitung zu sprechen, die Empfangsdame verwies mich an die Kassenstelle, um dort meinen Sermon vorzutragen, dass bisher zwar einiges vor Ort geschah, was die Mängelbeseitigung anging, aber sich noch niemand aus dem Hause bei uns gemeldet hatte, wie wir es uns eigentlich gewünscht hatten. Dort aber auch Kaffeepause? Keiner da. Hochinteressant auch diese Neuigkeit: unser Bauleiter ist krank, länger. Wir haben einen Ersatzbauleiter bekommen, Herrn Thomsen. Neue Telefonnummer abgestaubt. So bekommt man bei ECO solche wichtigen Infos eher beiläufig und nur auf Eigenanfrage mitgeteilt, ziemlich daneben. Herr Thomsen hatte bis gestern Urlaub, ich habe mich gleich auf seinem AB vorgestellt mit der Bitte um zeitigen Rückruf, es gibt ja schließlich einiges zu bereden – heute kam aber noch nichts von ihm. Geht ja gut los. Später bei der Kassenstelle aber noch eine verständige Mitarbeiterin erwischt, der ich erklärte, warum wir bisher noch nicht zahlen wollten. Offenes Ohr, wir kriegen keine Mahnung, erst mal muss alles geklärt werden, was noch anliegt.

Und sonst?

Die Maurer mauern. Westwand, heute zu 4/5 fertig, morgen kommt dann wohl der Rest und dann geht’s vorne oder hinten weiter, je nachdem. Bei schlechtem Wetter oder genervten Elektrikern werden erstmal die Böden der Innenräume abgeschweißt.

 

Die Bauherrin hat heute das Ellen-Rosen-Exil eröffnet, dort überwintern die aus Aurich importierten Rosen in einem schmucken Steinbeet, bis sie dann im richtigen Garten 2013 einen festen Platz bekommen.

Ansonsten ist sie noch katzengleich auf dem Gerüst rumgeturnt, hat viel fotografiert (unter anderem noch eine Dachmacke – siehe unten. Dass uns diese Lücke vorher nicht aufgefallen ist, ist schon seltsam.)

Heute ist die Verblendung der ersten Wand fertig gestellt worden: die Ostwand ist jetzt komplett verklinkert!

Wieder ein Jahr älter, hoffentlich ist das der letzte Geburtstag in unserer Mietswohnung. Es gibt im Moment Tage, an denen dies unwahrscheinlich scheint. Aber heute gab es morgens auch ein erBAUliches Geburtstagsgeschenk: die Maurer sind zurück! Eilig klinkern sie bei schönstem Oktoberwetter die Ostfront Ostwand…ein gutes Zeichen.

Nachmittags ein wichtiger Anruf bei Fa. Sendermann, unserer Sanitärfirma: wir nehmen ALLES so wie es ist als Standardausführung, keine Mätzchen, keine Extras – moment, doch: eine Kleinigkeit. Wir wollen Flachspüler. Oh, ist dies Fachchinesisch? Kein Problem, Wikipedia bietet hier einen exzellenten Artikel über die porzellanenen Throne an: Man klicke auf “Toilette”.

Welcher Geisteskranke hat eigentlich diese Tiefspüler-WCs erdacht? Was ist der Sinn von Toiletten, bei denen man erst eine halbe Rolle Klopapier versenken muss, damit man beim großen Geschäft keine Grüße von unten aus dem Wasservorrat am Allerwertesten bekommt? Und selbst diese ausgeklügelte Sicherheitsvorrichtung meistens nach hinte(r)n losgeht? (bzw. nach oben.)

Genug davon. Es gibt noch Erfreuliches zu berichten: heute nachmittag pilgerten wir nach Lügde zum Kaminstudio der Fa. Ahrends, um uns den einstmal erwählten Kaminofen noch einmal zu betrachten. Dort ging dann alles ganz schnell: der Ofen war noch da und gefiel immer noch. Auf Anfrage erwähnte der Verkäufer, dass dieses Modell nicht mehr hergestellt wird und der Demo-Ofen im Laden das letzte Exemplar seiner Art wäre. Dazu war es noch unverschämt heruntergesetzt. Ca. zehn Minuten später tippte ich meine Geheimzahl in den EC-Kartenleser ein und das Ding war gekauft und wird im Jänner Zwodreizehn geliefert. Mögen dann schon Fliesen verlegt sein.

Mittwoch: keine Maurer. Bauleiter am Telefon: “Morgen garantiert. Aber wirklich jetze.” Habe ich so oder ähnlich schon zu oft gehört, so langsam verlieren solche Aussagen ihre Glaubwürdigkeit.

Zivilisation!

Dafür wuseln gerade zwei frierende Elektriker der Fa. Höfer seit Dienstag im Haus herum, bohren Löcher für Steckdosen in die Wände und verlegen schon mit Flachkabeln die ersten Leitungen im Erdgeschoss. Unser Statiker riet uns, dass möglichst wenig in die dünnen Innenwände hineingefräst und geschlitzt werden sollte, also fallen unsere Leerrohrpläne vorerst weg. Aber ist jetzt ooch nich son Problem, hauptsache wir haben genug Anschlüsse.

Warum nun diese mehrdeutige Überschrift dieses Artikels? Nun, ich habe heute das Angebot für die Mehrleistungen der Elektroinstallation bekommen.

Die Standardausführung der Elektroversorgung ist ja bekanntlich sehr knauserig (1-2 Dosen im Raum), von daher hatten wir das “Elektrokomfortpaket” gleich dazugebucht (+ 20 Büchsen und ein bisschen Gedöns). Dennoch bin ich erstmal lang hingeschlagen: für unsere Extraspirenzchen sollen wir noch mal ca. 2300 Öcken hinblättern – aua. Mal sehen, ob wir hier und dort noch den Rotstift ansetzen können bzw. müssen wir noch gegenrechnen, ob die Firma auch alle Inklusiva berücksichtigt hat, die Abrechnung ist etwas undurchsichtig und bedarf weiterer Prüfung.

Es ist mal wieder tagelang nichts passiert. Die Maurer ließen sich in der letzten Woche nur sporadisch blicken, besserten die bereits beschriebenen Dinge aus, die Klinker ließen sie aber links liegen. Blöd, wenn man bedenkt, dass in der letzten Woche einige Tage recht schönwetterig waren, diese aber im Moment immer seltener werden – von der Klinkerei hängt im Moment die Aufnahme aller anderen Arbeiten ab und es klemmt, das nervt.

Vor allem, weil unsere Baustelle heute ebenfalls wieder schön leer und aufgeräumt war. Anruf beim Bauleiter…er: “Ich werde die mal herschicken” – Pustekuchen. Ich hoffe wirklich, dass die Kolonne morgen aufkreuzt, denn so langsam sehe ich die herbstliche Schlechtwetterphase des Jahres heranrücken und das bedeutet dann evtl. Spirenzchen wie “Bautrocknung” wenn der Estrich kommt. Und wer zahlt? Erraten – wir. Grmbl.

Inzwischen sind aber die aktualisierten Statikunterlagen als dicker Wälzer bei uns postalisch eingetroffen, diese haben wir gleich an unseren Gutachter weitergeleitet. Wenn er sein “OK” gibt, zahlen wir auch die aktuelle Rate.