Archive for September 2012

Ein sonniger Sonntag, vielleicht einer der letzten unverregneten Herbsttage? Es gab noch einiges zu tun: die Maurer hatten uns gebeten, den nicht gerade kleinen Holzrestberg der Zimmerleute zu bewegen, damit sie ihre Klinkerhaufen strategisch günstig platzieren können, es sieht auf der Baustelle ohnehin ziemlich gruselig aus, von daher packte ich heute alles Holz als zukünftiges Brennholz schön sortiert um die Hütte herum.

“Gehacktes Halb-halb”

Diese erfuhr heute endlich die Endbehandlung, nach Wochen hatte ich endlich mal Zeit, die Frontseite zu streichen, die mittlerweile mächtig silbrig ausgeblichen ist. Mit allen Winkeln, Ecken, Überkopfaktionen und Türen bin ich allerdings immer noch nicht fertig, wie das Foto zeigt – hoffentlich bleibt das Wetter gut, damit man diesen “vorher-nachher-Zustand” bald los ist.

Unser Nachbar informierte mich währenddessen, dass “gestern ja auch einer da war” – wie…wurde da etwa heimlich am Samstag gearbeitet und wir haben es nicht mitgekriegt? Tatsächlich, unser ominöser aber fleißiger Trockenbauer Christof hat im  Obergeschoss gewerkelt, die Gerüststützen sind alle raus (die vier sichtbaren Stahlträger bleiben drin – das will die Statik so!), von der Glaswolle ist nichts mehr zu sehen und alles ist fein säuberlich mit Latten und Folie abgedichtet worden!

Zu guter Letzt hatten wir völlig übersehen, dass die Maurer am Freitag schon drei Reihen Verblender auf der Ostseite des Hauses vermauert hatten, diese habe ich natürlich auch sofort fotografiert. Maren wird gleich morgen in aller Herrgottesfrühe zur Baustelle eilen, um Fa. Sacik von unseren Ziermauerwerksplänen zu unterrichten, die wir in den letzten Wochen mit dem Chef ausgehandelt hatten. So flott wie es im Moment vorangeht, kommen wir kaum hinterher.

 

Heute war unter einem bedrohlichen Regenwolkenhimmel eine wahre Warenflut zu beobachten: vor dem Haus wurden unsere Klinker abgeladen, wir mussten uns erstmal vergewissern, dass es die richtigen sind: die Bemusterung ist auf den Tag genau neun Monate her – was weiß ich, was wir uns damals im geistigen Dämmerzustand ausgesucht hatten. Stimmt aber, 17 Paletten “Röben Formback hellrot-bunt” warten schnurrend in der Abendsonne auf ihre Verarbeitung. Sehen gut aus, by the way. Außerdem stand innen alles voller Dämmungsmaterial für das Obergeschoss.

Innen polterte jemand herum, das muss wohl unser Trockenausbauer sein, er stellte sich kurz als “Christof” vor, ob das nun der Vor- Nach- oder Firmenname war, muss an einem anderen Tag geklärt werden. Aber er war fleißig: der größte Teil des Obergeschosses war bereits mit braunem Glaswolle-Klemmfilz zugepackt, der uns ein mollig warmes KfW-70 Haus ermöglichen soll. Dafür sieht es oben momentan aus wie in einer flauschigen Tropfsteinhöhle. Aber das ist nicht von Dauer, bald wirds mit Gipskartonplatten wieder ordentlich zugemacht und dann dürfen wir auch den Dachbodenboden befestigen.

Den morgigen Elektrotermin zur Festlegung von Lampen und Steckdosen haben wir auf nächste Woche vertagt, denn oben sind noch keine Innenwände – macht also Sinn, hier noch keine konkreten Absprachen über Lage von Lichtschaltern & Co. zu treffen. Trifft sich ganz gut, wir waren ohnehin noch nicht ganz fertig mit der Planung. Ist man das eigentlich jemals?

Nach dem Regen

Den Tagesabschluss bildete das Treffen mit Herrn Riedler, mit dem wir rings um das Haus kletterten und ihm eine Menge Löcher in den Bauch fragten, bis auf einige Dinge, welche die Maurer noch ausbessern müssen (Fensterstürze oben austauschen und unsere “schräge Wand” mit 17er Steinen neu mauern) ist soweit alles in Ordnung, morgen kommen die Maurer wieder und bleiben erstmal am Ball: Innenwände oben, Giebel schließen und dann Verblenden: das steht parallel zum Trockenbau als nächstes auf dem Programm.

Ah, heute war dann auch Rate 7 fällig, das “Richten des Dachstuhls” schlägt mit 15% des Gesamtpreises zu Buche.

In der KW 39 sind die Maurer wieder dran, heute mittag hatten sie den Giebel auf der Südseite schon fast fertig, das Bogenfenster ist schon gut zu erkennen.

Ansonsten haben wir am Freitag ein Date mit unserem Elektriker, bis dahin sollten wir wissen, welche Steckdose wir wo haben wollen.

Und übers Wochenende ist bei uns eine Schornsteinfegerrechnung eingetrudelt, er war anscheinend in der Zwischenzeit auf der Baustelle und hat unseren Schornstein abgenommen – es wurden keine baulichen Mängel festgestellt, obwohl er nicht lupenrein senkrecht steht, ist mit dem Rauchrohr und der Ummantelung soweit alles in Ordnung, 67,68 € kostet der “Daumen hoch” vom schwarzen Mann.

Hier noch mal das daily recap,bevor morgen wieder alles ganz anders aussieht:

Die Bank scheint den Papierkram für das Darlehen in den Griff gekriegt zu haben, heute war das Geld endlich auf dem Konto. Bislang haben wir ja alles aus der eigenen “Portokasse” bezahlt, diese schönen Zeiten sind nun vorbei. Also: Geld auf Konto und nur eine Stunde später gleich wieder runter: ich habe damit sogleich die nächsten beiden Raten bezahlt, die Rechnungen schnurrten schon etwas länger auf meinem Schreibtisch herum:

  • Rate 4: “Fertigstellung Betonarbeiten Sohle und Fundament” 29.350,39 €
  • Rate 5: “Fertigstellung des Hintermauerwerks des Erdgeschosses ohne Putz & Verblendung” 39.133,85 €

Ich schätze mal, dass Rate 6 (Dachgedöns) nicht lange auf sich warten lassen wird.

Heute hat sich außerdem unser Elektriker gemeldet, es ist ausnahmsweise mal eine Firma aus der Nähe: aus Pattensen. Wir verabreden uns demnächst “vor Ort”, um die geplanten Verkabelungen zu besprechen, wo sollen wie viele Steckdosen hin, Außenanschlüsse und sicher auch Mätzchen wie W-LAN-Kabel etc.
Wie gut, dass wir uns bei ECO im Vorfeld das “Elektrokomfortpaket”  geleistet haben, da sind wir für diese Attacke gewappnet. (Sicherlich zahlen wir trotzdem drauf, ich ahne es schon.)

Ausstiegsluke

Am letzten Sommertag gabs ein besonderes Geburtstagsgeschenk für die Bauherrin: das Dach wurde fertig gestellt, die Zimmerleute packten dann zusammen und brausten zum nächsten Auftrag in Richtung Hannover.

Jetzt ist der Rohbau also von oben “dicht” und es kann nächste Woche mit dem Trockenausbau weitergehen.

Hier noch einmal das Obergeschoss als Panorama mit allen Dachfenstern.

Die Zimmerleute von Fa. Lüth haben heute den Endspurt eingelegt und wollen morgen die Dacharbeiten zum Ende bringen, dies sieht auch ganz gut aus. Die vier Dachfenster sind alle drin, die Ausstiegsluke kommt dann noch dazu und flugs noch die “paar Pfannen” des rückwärtigen Giebels aufgelegt.

Hier habe ich mal den ersten Blick aus dem Dachfenster meines künftigen Zimmers unternommen: Hügel, Weser, Felder – klasse!  -  ich freue mich schon drauf, dort zu wohnen.

Heute morgen war mal wieder ein Treffen mit dem Bauleiter angesagt, unser Statiker Herr Plangemann hat mittlerweile weitere Mängel festgestellt, die keine Kleinigkeit sind, diese liegen bei den Maurerarbeiten. Im Erdgeschoss wird unsere “schräge Wand” niedergerissen und noch einmal mit dickeren Steinen nachgezogen. Oben werden die Bereiche über den Fensterstürzen ebenfalls noch einmal gegossen, da der jetzige Zustand inakzeptabel ist: man kann noch die Armierung sehen und das Zeug, mit dem das gemacht wurde, ist irgendwas – aber kein Zement.

Obwohl die Zimmerleute etwas knapp in der Zeit sind, waren sie so nett mir zu helfen, die OSB-Platten von unten nach ganz oben zu wuchten, damit wir damit später, wenn die Dämmung in der Holzdecke gelegt wurde, den Dachbodenfußboden selbst verlegen können.

Hier noch der Tagesabschluss: von vorne fertig, der Schornstein ist auch schon mit Schieferplatten verkleidet. Hinten fehlen noch einige Dinge. Aber ein Ende der Dacharbeiten ist in Sicht.

Die beiden Favoriten für den Großbereich

Gestern waren wir noch zur Fliesenbemusterung in Hannover, der zweite Anlauf bei Raab Karcher. Hier wollten wir die Fliesen für Flur, Küche, Gäste-WC und Kaminbereich im WoZi (alles eine Sorte) sowie Haustechnikraum (ähnlich wie vorige, nur eine Nummer günstiger) und das Bad aussuchen. Haben wir auch fast geschafft, obwohl uns die Zeit im Nacken saß (wir waren vor einem Kinderarzttermin dort). Wir schwanken noch zwischen zwei Fliesensorten für den Hauptbereich, für den Fliesenspiegel in der Küche hatten wir auch noch keine Zeit. Also demnächst noch mal hin. Der gestrige Besuch war aber erfreulicher als der erste, bei dem noch alles im Umbau war und wir im Prinzip umsonst dort vorbei geschaut haben.

Wobei der “ECO-Inklusivpreis” von 20€/m² auf kaum ein Produkt von RK zutrifft, es läuft wohl im Falle des Großbereichs  auf eine Zuzahlung von ca. 350 € hinaus, darin ist noch nicht enthalten, dass wir die Bodenfliesen in den meisten Bereichen schräg verlegen wollen, was nochmal teurer ist.

Nach dem Wochenende war Fa. Lüth wieder lautstark am Gange und hatte heute das zweite Dachfenster eingesetzt, dieses mit Dachpfannen umrahmt, dazu noch den vorderen Friesengiebel mit Dachpfannen bestückt. Die Vorderseite ist fast fertig.

Zudem hatten die Zimmermänner die neuen Ausstiegsluken mitgebracht, diese sind aus Kunststoff und etwas kompatibler mit den Dachpfannen – allerdings sind sie nicht günstiger als die Zink-/Glaskonstruktion, die ich am Freitag wieder zum Baustoffhandel zurückgebracht hatte – Stück ca. 130 €. Wir werden dann wohl nur ein Stück auf der Südseite in der Nähe des Schornsteins einbauen lassen und ein paar gute Lampen auf dem Dachboden installieren.

Ganz kurz: heute wurde das erste Dachfenster eingesetzt und die ersten Dachpfannen drumherum befestigt.

Die Zimmerleute sind dann doch ins wohlverdiente Wochenende gefahren und kommen am Montag wieder. War wohl eine gute Entscheidung, da es heute sehr windig geworden ist und das Wetter auch recht wechselhaft ist.

Der Dachausbau schreitet voran, heute wurden die Dachpfannen geliefert und schon für ihren Einsatz auf den Latten bereitgelegt, morgen wird dann gedeckt. Maurer waren heute keine da, im Obergeschoss herrscht momentan durch die Dacharbeiten anscheinend zu viel Gewusel.

Die Zimmerleute ließen verlauten, dass sie “die Sache ersma zuende bringen wollen” und das Wochenende durchgeackert wird, danach ist dann ein langes Wochenende ab Mittwoch geplant – das haben sie sich verdient, schließlich wohnen sie schon seit Montag bei den Hasenjägern und gehören somit schon beinahe zur Dorfgemeinschaft.

Heute wurden die Löcher für die Dachfenster schon mal vorgesägt, morgen werden die Riesendinger eingesetzt. Meine Dachluken von gestern passen nicht so richtig zu den Pfannen, die würden etwas überstehen, also bringt Fa. Lüth am Montag eigene mit, die zudem günstiger sind – die alten werden dann wieder zum Baustoffmarkt zurückgebracht.

Dorthin bin ich mit Finnjen heute auch noch mal gefahren, um die OSB-Platten für den Dachboden zu bestellen: 32 Stück werden dann am Freitag im Laufe des Tages geliefert (Kosten: 422,43 €) und damit wird dann der Fußboden des Dachbodens bestückt, im “Schlüsselfertigkomplettpreis” war nämlich nur ein 50 cm breiter Catwalk inbegriffen – der reicht aber nicht, um unseren Kram zu bunkern.

Heute haben die Zimmermänner die Querlatten weiter verlegt und die Folie eingezogen, es wird langsam dunkler im Obergeschoss, man wird allerdings auch nicht mehr so nass wie gestern. Die Folie ist heute fast vollständig verlegt worden.

Zeitgleich hat Fa. Sacik begonnen, die beiden Außenmauern des “OG” hochzuziehen, jetzt haben wir ein Gefühl, wie schön groß die Fenster der oberen Zimmer werden! Das Mauern der Giebel kommt dann als nächstes dran, dann ist die Bude von außen schonmal dicht gemauert.

Heute ging es außerdem darum, die Position der Dachfenster festzulegen, diese ließ aber aufgrund der Sparrenlage wenig Spielraum, von daher machten wir mal einen “Stehhöhentest” auf einem “Elferstein” (11 cm), denn es werden bald 11 cm Estrich eingegossen und der Raum ist plötzlich nicht mehr so hoch. Die angepeilte Höhe für die Dachfenster lässt aber noch gute Ausblicke zu. Insgesamt verspricht unser Plan eine Menge Tageslicht für jedes Zimmer im Obergeschoss. (Von Zimmern kann momentan noch keine Rede sein, die Innenwände werden nach dem Mauern der Giebel eingezogen).

Später bin ich noch zum Baumarkt gefahren, um zwei Dachfenster für den Dachboden zu kaufen (130 € das Stück), unser erster Plan, einige Plexiglasdachziegel einsetzen zu lassen scheitert, denn es wird ja die Dachfolie untergezogen. Auch sollten wir in den nächsten Tagen die OSB-Platten für den Fußboden des Dachbodens besorgen, denn im Moment kann man diese noch gut durchreichen – dann sparen wir es uns, die Platten durch die schmale Dachbodenluke zu wuchten. Es gibt also auch für die Schlüsselfertigbauherren zwischendurch immer eine Menge zu tun, es warten ja auch noch zwei Bemusterungen (Sanitär & Fliesen).