Archive for August 2012

Heute ist es heiß und windig, also muss die frisch betonierte Decke zwischendurch mal besprenkelt werden, damit sie keine Trocknungsrisse bekommt. Zu diesem Behufe gibt es wieder lecker Zisternenwasser vom Nachbarn.

Gegen 11 kam ein Mitarbeiter der Fa. Hansen aus dem fernen Klanxbüll (414 km, nahe der dänischen Grenze) vorbei, welche unsere Außentüren und Fenster einsetzt. Es ging hierbei um Details wie etwa die Schlagrichtungen, das ging recht flott über die Bühne, da Baumann und Baufrau sich gestern Abend noch mal hingesetzt und diesbezüglich ihre Hausaufgaben gemacht haben. Auch schön: er machte uns einen Vorschlag, wie unser Bogenfenster noch schöner aussehen könnte, durch das Einsetzen zweier weiterer Streben (Aufpreis nur 25 €!) sieht es insgesamt harmonischer aus. Recht hat er, wird gemacht!

Heute ist eine Menge passiert: früh am Morgen rückte Fa. Pillat Bau aus Schleswig Holstein mit einem großen Kran an, unsere Zwischendecke in Einzelteilen im Schlepptau. Diese wurden in einer Art Riesenpuzzle dann auf dem fertigen Erdgeschoss positioniert und die noch fehlenden Fensterstürze eingesetzt. Wir haben gerade noch beobachten können, wie die letzten Teile abgeladen worden sind, danach machten die Arbeiter erst mal die wohlverdiente Frühstückspause und Tammo durfte noch mal im Krancockpit sitzen.

Gerüstpanorama

Der Bauherr und die Baudame liefen dann mit ihren Baukindern begeistert über die klepernden Gerüste und auch durch die mittlerweile etwas finsteren Flure und Zimmer ihrer baldigen Behausung und begutachteten das (Ge-)Werk. Auch Herr Riedler war mit Töchterchen zugegen. Zudem bekamen wir noch die Info, dass die Decke heute nachmittag auch gleich mit Beton ausgegossen würde, das war eigentlich erst für morgen angedacht, aber die Firma wollte den langen Weg (ca. 330 km) wohl nicht zwei Mal fahren – umso besser! Und der Termin für das Richtfest wurde uns auch genannt, der wird hier aber nicht reingeschrieben, sonst gibt es womöglich noch einen Facebook-Flashmob, der über die Spezereien herfällt wie die Heuschrecken.

Herr Plangemann hatte auch noch spontan Zeit, die Bewehrung und die Lage der Deckenteile zu inspizieren, dort stimmte alles, also durfte der Beton fließen! Dieser wurde nicht wie bei der Bodenplatte gepumpt, sondern mit dem Kran und einer “Betonbombe” mehrere Male hochgefahren und dann verteilt.

Bei so viel Action war es dann auch mal Zeit, ein Galerieplugin zu installieren:

Das obligatorische Tagesendfoto

An einem der heißesten Tage des Jahres wird unser Erdgeschoss von der Firma Steding aus Sarstedt fachgerecht eingerüstet für das morgige Event: am Dienstag soll die Decke angekarrt werden. Bis jetzt ist das Erdgeschoss fertig gemauert (bzw. geklebt), nur die großen Türstürze fehlen noch. Diese werden aber dann zeitgleich mit der Erstellung der Decke mit eingegossen.

Heute waren wir tagsüber unterwegs, von daher haben wir nur am Abend gesehen, was so getan wurde: eine ganze Menge! Die Außenwände sind beinahe komplett, einige Fensterstürze fehlen noch und ein paar kleine “Puzzlestücke des Riesenlegos” ebenfalls.

Sehr schön zu erleben ist mittlerweile die Aufteilung des Innenraums, die inneren Wände sind weitgehend komplett, auch die Schornsteinnische (links, Tammo als chimney boy tätig) im Wohnzimmer sehr präsent. Diese wird wohl in den nächsten Tagen mit dem Schornsteinbausatz gefüllt, der schon etwas länger bei uns herumliegt.

Jetzt fühlt es sich wirklich schon nach Haus an, was uns heute besonders gut gefallen hat, ist wie die Abendsonne durch die offene Küchentür auf unseren imaginären, reich gedeckten Küchentisch fällt – das haben wir uns gut ausgedacht! Auch sonst macht die Aufteilung Sinn, das “Drinherumlaufen” macht jetzt schon Spaß.

Noch zwei Impressionen im Querformat:

Hier mal ein beschriftetes Panorama, welches ich von unserem “Mount Dreck” aus aufgenommen habe, Nachbar Michael war heute abend auch zugegen – unser erster Gast! So schief ist unser Haus natürlich nicht, es ist nur durch das automatische Panoramaformat meiner Kamera etwas verzerrt. Hier braucht niemand nach dem Bauleiter oder nach unserem Rohbauabnehmer zu schreien.

Und auch noch mal das obligatorische Tagesabschlussbild der Front.

Einfach mal zwei Bilder von heute vormittag – es geht wirklich gut vorwärts!

Am Abend dann noch einmal vorbei gefahren, alle Ecken waren hochgezogen und die Innenwände sogar schon kniehoch! Endlich hatten wir auch hier einen ersten Eindruck über die einzelnen Raumgrößen, erster Gedanke: “hmmm, ziemlich klein”. Aber das ist wohl immer so.

Eine Innenbeschau von der Küche hin zum Arbeitszimmer.

Und so sah die Front dann am Abend aus.

Heute morgen war es dann soweit: die ersten Steine wurden gesetzt! Wir waren in der letzten Zeit ja viel Verzögerung gewohnt, aber jetzt scheint es tatsächlich loszugehen. Zwar gab es eine eher geringe Komplikation, die Steinsäge der Maurer war nicht einsatzbereit, dies konnte aber im Laufe des Vormittags von einem eingeflogenen Elektriker behoben werden und gegen Mittag war bereits eine komplette Hausecke zu sehen (Nordosten, Arbeitszimmer) und auch ansonsten können wir die Größe allmählich ungefähr einschätzen. Das ist schon spannend, wenn die seit Monaten gewälzten und auswendig gelernten Planungszeichnungen plötzlich dreidimensional werden! Ein kurzes Gespräch mit dem Bauleiter vor Ort offenbarte, dass am Dienstag in der nächsten Woche bereits die Decke eintreffen wird – Spannend! Hier noch der Stand von 12:45 Uhr:

Wir sind gespannt auf morgen, das geht jetzt wirklich flott!

Heute morgen wurden die Steine für den Rohbau geliefert, dazu ein Haufen Sand und eine Palette Mörtel. Und ich bin zum ersten Mal über die Bodenplatte gegangen!

Dies ist der vorläufige Bauzeitenplan:

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Endlich! Heute hatte Fa. Sacik ab 7 Uhr in der Frühe alles vorbereitet, sogar die phantasievoll verteilten Rohre, von denen gestern noch eines im zukünftigen Arbeitszimmer war, wurden korrigiert und dann wurde alles für das Gießen der Bodenplatte vorbereitet.

Et lüppt – schwürrrg!

Wir trafen gegen Mittag auf der Baustelle ein, dort war unser Gutachter Herr Plangemann bereits eifrig am Sichten der Lage. Da der Bauleiter nicht zugegen war, übernahm er fachgerecht die Leitung der Bewehrungslegung. Fa. Sacik arbeitete koordiniert und machte einen professionellen Eindruck, als dann gegen 12:40 Uhr der erste Schwall WU-Beton aus dem Rohr des Zementlasters schwallte, stieg die Stimmung. Zweieinhalb Ladungen waren fällig, danach war die Platte fertig und harrt morgen einer Gießung durch uns Bauherren, dank unseres Nachbarn Zisterne können wir das auch durchführen – das von ECO bestellte Bauwasser ist nämlich immer noch nicht da, obwohl wir es uns teuer im “Bauherren-Komfortpaket” erkauft haben. So sah es dann aus, als wir wieder den Heimweg antraten:

Im anschließenden Gespräch mit Bauleiter Riedler, der gegen 14 Uhr bei uns daheim vorbei schaute, wurde uns  der angeforderte Bauzeitenplan (natürlich vorläufig und unverbindlich) überreicht – jetzt wissen wir endlich, wann welches Gewerk kommt und wann wir z.B. die Versorger (Gas, Strom, Telefon, etc.) bestellen müssen. Unserer Kritik am mangelnden Bauwasser wurde damit entgegen gekommen, dass der Bauleiter sich mit unserem Nachbarn kurzgeschlossen hatte, wir dürften nun Wasser aus der Zisterne benutzen (das hatte Herr H. uns schon zuvor immer wieder gestattet, um z.B. die Blumen zu gießen), dafür würde er dann von ECO eine Aufwandsentschädigung erhalten, bis das “richtige” Bauwasser dann nächste Woche geliefert wird.

Insgesamt war das heute mal ein erfreulicher Tag, wir haben gesehen, dass es voran ging, die Arbeiten wurden professionell ausgeführt und es ist endlich mal ein wichtiger Schritt in Richtung “Eigenheim” passiert. Wenn es jetzt so weiter geht, sind wir zufrieden. Am Ende des Tages sah die Platte in den Strahlen der Abendsonne dann so aus:

Morgen passiert dann offiziell nichts, die Platte muss vor sich hintrocknen. Sollte es sehr heiß werden, gießen wir die Platte über das Wochenende zwei Mal mit Nachbars Zisternenwasser und am Montag geht es dann mit dem Errichten des Hintermauerwerks los.

Im Anschluss folgt demnächst ein Abriss aus dem vorläufigen Bauzeitenplan.

 

Es ist mal wieder etwas Zeit vergangen seit dem letzten Eintrag. Nun mag ich dem geneigten Leser mal verklickern, was in der letzten Zeit gelaufen ist und warum der Satz “Hurra, Schatz, die Maurer sind nicht da” vollkommen ernst gemeint ist.

Nach unserer schriftlichen Beschwerde und diversen Anrufen sah es dann so aus: Firma Bergmann wurde erfolgreich abgesägt, Es sah nach dem Wochenende zuerst so aus, dass sie noch eine Chance bekäme, und zwar bis zum Freitag mit eigenen Arbeitern anzutreten und nicht nochmal ein halbseidenes Subunternehmen wie “GA Bau” einzukaufen, die bei uns nur Mist verzapft hatten. Das Einstellen von Subunternehmen ist laut ECO ohnehin vertragswidrig. Das fanden wir aber immer noch ziemlich daneben, denn in unseren Augen hatte die Firma schon ein paar Chancen zu viel erhalten, aber laut deutschem Recht ist so eine Firma nicht so leicht loszuwerden, wenn sie erst mal im Vertrag drin sind. Grrrr. Dann aber geschah etwas Wunderbares…

Herr Riedler rief uns am 31.8. morgens an und teilte uns mit, dass Fa. Bergmann sich im Einvernehmen mit der “Nachfolgefirma” geeinigt habe, den Auftrag weiterzugeben. Die Arbeiten können von der neuen Firma Sacik zwar nicht sofort wieder aufgenommen werden, aber es soll nicht lange dauern, bis es mit ordentlichen Arbeite(r)n weiter geht. Diesen Aufschub nehmen wir dann gerne in Kauf.

Etwas später rief Herr Göttsche von der Geschäftsleitung von ECO an, um auf unser Beschwerdeschreiben zu reagieren, er ging auf die einzelnen Punkte ein, die wir der Firma vorhielten, dann entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und bezeugte, dass die Dinge von nun an in unserem Sinne laufen werden, diese Zusagen ließen wir uns dann auch schriftlich zusenden.

Am Mittwochmorgen sind wir dann vorsichtshalber nochmal zur Baustelle gefahren, nicht dass dort ein paar nichts ahnende GA-Bau-Arbeiter werkeln und nicht wissen, dass sie das gar nicht dürfen. War aber keiner da, zum Glück, und dann eben “Hurra, Schatz, die Maurer sind nicht da” .

In der Zwischenzeit haben wir uns dann um eine externe Bauabnahme gekümmert, Herr Plangemann aus Hameln besuchte uns daheim und gab uns erste Tipps, er wird uns einen Kostenvoranschlag für seine Beratung zukommen lassen. Nach den Vorkommnissen der letzten Wochen ist sowas anscheinend bitter nötig. Zu diesem Behufe haben wir dann von ECO noch ein paar Dokumente angefordert, die recht schnell im Haus waren: die Statikberechnungen, die Energieberechnung sowie die Ausführungspläne. Dabei kam heraus, dass es das Bauplanungsbüro Treia nicht mehr gibt, der Laden hat anscheinend dicht gemacht und sämtliche Architektenarbeiten finden jetzt im Hause ECO in Neumünster statt. Hmmm…hat uns ein wenig ins Grübeln gebracht.

Nun verging wieder etwas Zeit, nach erster Info sollte Fa. Sacik aus Burgdorf dann am Dienstag, dem 7.8. loslegen, wurde dann aber ein Tag später, heute. Um halb neun gings dann los. Was recht beruhigend war: die Leute hatten alles dabei und wussten, was zu tun war. Und sie konnten gut erklären, was heute anlag. Auch beruhigend: was die Verschalung anging, wurde erstmal alles abgebaut, was Fa. Bergmann aufgebaut hatte und mit “eigenen Mitteln” weitergemacht, diese sahen auch weitaus vertrauenswürdiger aus. Die Einschalung besteht nicht aus Holzbrettern, sondern aus einer Steinreihe, die gleich am Fundament festgemörtelt wurde. Die seltsam verlegten Duropor sind ebenfalls verschwunden, neues Dämmmaterial steht bereit. Die KG-Rohre wurden ebenfalls noch einmal überprüft und gerichtet. Somit scheinen die Bausünden der Vergangenheit ausgebessert und morgen oder am Freitag wird dann endlich die Bodenplatte gegossen. Am Ende des Tages sah es dann so aus:

Am Montag flatterte übrigens noch eine Rechnung von ECO rein, diese war für die zusätzlichen Erdarbeiten (Füllboden) zur Erhöhung, hierfür sind 2909,80 € fällig.