Archive for Mai 2012

Früh am Morgen machen sich einige wackere Gestalten daran, das Rasengitterfundament zu vervollständigen. Es ist 11 Uhr morgens – der Laster kommt. Mit Kran wird gegen Barzahlung vor Ort (1820,72 €) ein unförmiges weißes Etwas abgeladen, gespannt öffnen wir das Paket und starren entsetzt auf den Haufen Kleinholz. Mal ehrlich: niemand von uns dachte, dass man so eine Gartenhütte so flott wie einen IKEA-Schrank aufbaut, aber das ist dann echt eine Nummer für sich. Die Stimmung sackt trotz strahlender Sonne ein paar Grad ins Eisige. Panisch wird nach der Anleitung gesucht, nachdem einige Teilelisten (auf holländisch!) das Tageslicht erreichen, ertönt endlich der Schrei: “Hier ist das Buch!” Tatsächlich…umfangreich. Liegt aber eher daran, dass es eine Universalanleitung für ca. 15 verschiedene Hütten des gleichen Herstellers ist…hmja. Insgesamt etwas kryptisch im Detail, aber man ist ja motiviert und sortiert erst mal die verschiedenen Stapel Holz und versucht sich einen Reim zu machen, was überhaupt wohin gehört (dicke Bretter = Wände, dünne Bretter = Dach und Fußboden, usw.). Es ist immer noch schlimm: umzingelt von Brettern und nicht wirklich eine Ahnung, wie es los gehen soll…es ist brütend heiß…und die Zeit ist verdammt knapp – sieht erst mal nach einem Wochenwerk aus. Dann ganz langsam mal ans “Fundament”, eine gute Idee ist erst einmal, nicht mit dem Dach, sondern mit dem anzufangen, worauf der olle Schuppen stehen soll. Und dann ein paar Geistesblitze und langsam wachsen die Wände.

auf einen Blick

Und es ist wie immer: zäher Anfang, aber sobald man erst mal ein Arbeitssystem entwickelt hat, klappts ganz gut. Während die ersten Wände nach oben “gesteckt” worden sind (Blockbohlenbau kann so schön sein!) wird arbeitsteilig schon mal mit Holzschutzgrund Nut und Feder eingeweicht. da soll ja nix schimmeln. “Richtig gestrichen” wird später, Regen ist weder heute noch in den nächsten Tagen nicht zu erwarten, toi toi toi, sonst hätten wir echt ein Problem. Am Ende des ersten Tages steht dann schon komplett der Rahmen, das sieht schon ziemlich nach Hütte aus.

Genial hilfreich: der Nagelhut!

Nächster Tag: heute ist das Dach dran! Mit an Bord sind außer uns Rasselbande wieder Nachbar Mike als handwerkliches Universalgenie, Omadia als Kinderschucklerin und Obbafili als erfahrener Hammerschwinger, ohne diese hilfreichen Hände würden Maren und ich wohl jetzt fluchend vor einem großen, teuren Lagerfeuer sitzen. Die Arbeit läuft gut, die schuftenden Schufte werden auch gut mit netten Worten, Eis, Melone und anderen guten Dingen motiviert. Das Dach schließt sich Brett für Brett, langsam wirds sogar dunkel und schattig in der Hütte, was super ist – denn die Sonne ist (wie auch gestern) gnadenlos und es ist einfach verdammt heiß. Dennoch ist der Willie da, das Häuschen heute noch irgendwie dicht zu kriegen (bevor sich am langen Pfingstwochenende noch irgendwelche Hunkebunken in das gemachte Nest setzen um sich irgendwie dicht zu machen).

Kleine Hürde zwischendurch: es sind nicht genug Dachlatten im Paket gewesen, schnell zum Baumarkt, Teileliste schwenken, bedröppeltes Gesicht machen…noch bedröppelter gucken: Lieferzeit 5-8 Tage nach Pfingsten, die verbauten Bretter haben ein exotisches Profil, welches der Markt sonst nicht führt. Aaargh!!! Alternativ kann ich einen Haufen viel zu kurzer Bretter, die bereits sichtbar älter sind, einfach so mitnehmen. Puh, nicht schön, aber hilfreich. Noch eine Riesenfolie für einen möglichen Schlechtwettereinbruch kaufen und wieder auf die Baustelle.

Am Ende des Tages (geplant war Feierabend um 4, wurde doch halb 7 draus) war dann alles gut: Dach drauf (erst ein paar längere Fußbodenbretter abgesägt, dass sie wie Dachbretter aussehen, dann doch die fehlenden Bretter ganz unten gefunden, hüstel) und die Türen drin, sogar abschließbar. Noch eine Abdeckfolie auf das Dach gespannt, die Teerpappen haben wir einfach nicht mehr geschafft, kommt demnächst. Hoffentlich bleibt das Wetter und hold. Dann alles rin inne Bude, Fenster mit Brettern zunageln, Tür zu, abschließen, aufräumen, Heim.

Fazit: zwei Tage fiese Plackerei (die abends nicht aufhörte, dann war Abikorrektur angesagt), einige Hürden, die aber alle genommen werden konnten, einige blanke Nerven, aber auch Gejubel, weil wir es tatsächlich geschafft haben, das Ding in kurzer Zeit zu bauen. Das wäre ohne unsere Helfer nicht drin gewesen, auch an dieser Stelle nochmal ein ganz dickes DANKE an die zuverlässige Unterstützung!!!

in den nächsten Tagen gibt’s zwar noch eine Menge zu tun, z.B. streichen, Fußboden reinlegen, Fenster einsetzen, Dachpappe druff, Zierleisten anbringen…aber das Gröbste ist geschafft, hooray!!!

 

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vorher

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nachher

Heute haben wir begonnen, die Rasengitter zu verlegen, zuvor wurde der Sand mit einem langen Brett begradigt. Dafür dass wir spät am Nachmittag angefangen haben und nur zwei Stunden Zeit hatten, sind wir recht weit gekommen, morgen geht’s dann weiter.

 

Die Vorbereitungen für das Gartenhaus können beginnen, die Lieferung ist heute gekommen: zwei Paletten Rasengitter aus Beton und zwei “Big Packs” Brechsandsplitt warten jetzt auf ihre Verteilung, Zeitlimit: bis Freitag fertig werden. Dann rollen die Horden (naja…) von lieben Helferlein an, um die Hütte zu errichten. Hoffentlich wird auch der Bausatz pünktlich geliefert, sonst müssen wir grillen, bis der Laster kommt.

Ein Telefonat mit Bauleiter Herrn Riedler ergab heute morgen die vage Aussage, dass es “wahrscheinlich in zwei Wochen losgeht”, das hätte ich zwar gerne etwas konkreter gehabt, zumindest macht es aber Mut! Und die Wahrscheinlichkeit, Weihnachten in den eigenen vier Wänden zu feiern, ist auch noch im Bereich des Möglichen.

Gestern abend hatte ich noch fünf Baufirmen im Hamelner Raum angeschrieben, mir einen Kostenvoranschlag für den Regenwasserversickerungsschacht (auch Rigole genannt) zu erstellen, das wird auch langsam Zeit, in die Planung einzubauen – wenn das Dach samt Regenrinnen fertig ist, muss das Wasser irgendwo hin können.

Nach einer guten Stunde Schaufelei in der Abendsonne war der dicke Sand dann verteilt und es sah einer kleinen Wüste Erg Chebbi nicht unähnlich…

Der Traum vom Gartenhäuschen rückt in greifbare Nähe: in genau einer Woche wird der “Bausatz” geliefert, heute habe ich beim Baustoffhandel Matterjahl geordert, um Villa Belmont II auf festen Boden zu stellen, sprich: 105 Rasengitter und 1,6 Tonnen Brechsandsplitt rollen am Dienstagmorgen an. Da simmer mit 327,98 € dabei, dafür siehts aber hoffentlich aufrechter aus als das Häuschen auf dem Artikelbild.

Heute wieder eine ECO-Rechnung im Briefkasten: die dritte Rate ist fällig, für die Erteilung der Baugenehmigung zahlen wir 5870,08 Euro.

Jetzt haben schon einen schönen Batzen Geld gezahlt, bald könnte es gerne losgehen!

Was wir schon lange wussten, wurde heute offiziell: der Bescheid der Stadt Hameln über die Hausnummernvergabe lag im Briefkasten, die Nummer 6 ist es jetzt tatsächlich und schwarz auf weiß. Natürlich nicht umsonst, die Vergabe kostet die runde Summe von 50 Euro.

Das Thema “Hausnummern” wurde in Hameln Ende letzten Jahres heiß diskutiert, da einige Exemplare anscheinend nicht gut sichtbar waren, gelten nun die (auf einem Infoblatt mitgeschickten) Richtlinien: mindestens 7 cm hoch soll sie sein, die Zahl muss arabisch sein – unser Wunsch, winzige Binärzahlen mit LEDs an die Haustür zu projizieren, fällt damit wohl ins Wasser.